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Kurzes Lehrbuch der anorganischen Chemie : ein Repetitorium für Chemiker, Mediciner und Pharmaceuten
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Qiieclisilberverbindungen.

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ReductionsmitteldieMercurisalze leicht inMercuro-salze und schliesslich in metallisches Quecksilber über. 1 )

Alle Quecksilberverbindungen verflüchtigen sichbeim Erhitzen —- charakteristisch für Hg — und zwarmeist unter Zersetzung; nur wenige, wie Calomel undSublimat, verflüchtigen sich unzersetzt.

Aus allen Quecksilberverbindungen wird beimErhitzen mit Soda, COsNaa, metallisches Quecksilberabgeschieden, das sich in dem kälteren Theil des benütztenApparates in Form eines Spiegels oder kleiner Tröpfchenansetzt; charakteristisch für Hg:^) Hg CI2 -j- CO3 Na2 =COsHg+2ClNa, und, C0 3 Hg = Hg+CO2 + O.

Der III. Gruppe gehören folgende Elemente an:

II.

Hg;ClHgiCl

Sn

Cl

= 2 He

Cl-

IV

Sn

Cl

Cl

l ) Schweflige Säure, SO?,, wirkt nach folgenden Gleichungen:

I. H 2 0 + S0 2 4-0- H + C1 "1 ' — H + Cl-

■Hg--Hz -

Cl

= Ho SOi 4- 2 H Cl -j- 2 HgCJU

II. Ha O -f- SCh

-H + Cl

H + Cl -j- Hg __ H so 1 g H C1 1 2 Hg;

TT _L PI _L_ TT^ I I b '

Hg

Phosphorige Säure, POs Hs, reducirt bei gewöhnlicher Temperaturdie mit Salzsäure versetzten Lösungen voh Quecksilberverbindungenlangsam, aber vollständig zu Calomel, Cl Hg; wichtig für die quanti-tative Bestimmung des Quecksilbers:

POs Hs

O"

H + Cl

Hg ~ C1 = PO4 Hs + 2 H Cl + 2 Hg Cl;

— H -f Cl -- Hg — Clerst beim Erwärmen bildet sich metallisches Quecksilber:

POs Hs 4- O T- H + C1 "f H s = P0 4 Hs 4- 2 H Cl 4- 2 Hg.

1 4- H + Cl — Hg ' '

2 ) Man kann Quecksilberverbindungen auch daran erkennen,dass beim Eintauchen eines blanken Kupferblechs in deren Lös-ung letzteres sich mit einer Schicht metallischen Quecksilbersüberzieht, die beim Reiben glänzend wird und beim Erhitzen ver-schwindet.