Elemente der V. Gruppe. 229
7. Antimon,8. Didym, 1 )
10. Tantal,
11. Wismuth. 2 )
In der V. Gruppe kommt der metalloide Habitusnoch weiter zum Durchbruch: Es werden nicht allein vierderElemente, Stickstoff, Phosphor, Arsen, Antimon,den Metalloiden zugezählt, sondern es besitzen auchdie für diese Gruppe besonders charakteristischen Pent-
voxyde, R2O5, ausnahmslos die Eigenschaften von Säure-Anhydriden. Naturgemäss nimmt der saure Charakterder Pentoxyde mit Zunahme des Atom-Gewichtes ab,cf. pag. 31, Anm. 3, so dass das Wismuthpentoxyd,BiäOo, in Folge der fast vollkommenen metallischenNatur des Wismuths mehr das Verhalten eines »Super-oxydes« aufweist. 3 ) Damit übereinstimmend, ist dasWismuth nicht im Stande, mit Wasserstoff sich zu
IIIeinem Hydrür der Form, RH3, zu vereinigen. Dieanderen Elemente der unpaaren Reihen liefern jedoch,wie das typische Element, der Stickstoff, alsmetalloide Substanzen, die flüchtigen Wasserstoff-verbindungen, NHs, PH%, Asffs, SbHs\ cf. pag. 31.Ferner vermögen die Schwermetalle Vanadin 4 "),
x ) Das Didym wurde von Mendeleje ff wegen des durch Brauneraufgefundenen Pentoxydes, Dia Oä, in die V. Gruppe des Systems,jedoch nur bedingungsweise, eingereiht. Die Stellung des Didyms istübrigens schon deshalb problematisch, weil es wohl kaum als elemen-tarer Körper betrachtet werden darf; cf. pag. 169, Anm. 1.
2 ) Vgl. pag. 37 Anm. 1.
:l ) Cf. pag. 60 Anm. 1. — Das Wismuthpentoxyd, BijOs,gehört, wie das Bleidioxyd, PbOa, zur Klasse der »Schwermetall-superoxyde«; beim Kochen mit Salzsäure entwickelt es Chlor:BiaOs + 10 HCl = 2 BiCls ~j- 2 Cla -f- 5 HsO.
4 ) Vanadin, Vd = 51.1, findet sich hauptsächlich als vanadin-saures Blei und in einigen Eisenerzen. Es ist ein hellgraues metall-glänzendes Pulver vom spec. Gew. 5.5, das beim Erhitzen zu demPentoxyd, VdäOs, eine braune Masse, verbrennt. Letzteres löst sichin Alkalien und liefert Salze einer Orthovanadinsäure, VdOiHs,