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Anorganische Chemie.
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welche vorwiegend Verbindungen der Form, RO2 resp.
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RX4, geben, kommt der metalloi'de Habitus mehrzum Vorschein, obwohl im Allgemeinen ähnliche Ver-hältnisse obwalten wie in der III. Gruppe; cf. pag. 168 f.Das typische Element der Gruppe, der Kohlen-stoff, ist ein wahres Metalloid, gleich dem Silicium,dem Element mit »niedrigstem Atom-Gewicht« in denunpaaren Reihen, was sich schon durch die Fähigkeitzur Bildung der Hydrüre, CH4 resp. SiH4, kundgibt.Aber gerade dadurch unterscheidet sich die IV. Gruppevon der III., denn in der letzteren hält den dem Siliciumanalogen Platz das Aluminium, ein Leichtmetall,besetzt, und nur der sowohl schwach basische, als auchschwach saure Charakter seines Oxydes, AI2O3, ver-räth den Uebergang zu dem hauptsächlich als schwacheSäure fungirenden Siliciumdioxyd, SiC>2, welchesgar keine basischen Eigenschaften mehr aufweist. InUebereinstimmung mit den Beziehungen der III. Gruppegehören jedoch die weiteren Elemente der »Silici um-Reihe«, das Germanium, Zinn, Blei zu den Schwer-metallen, wenn auch, in Folge ihrer Analogie mit demSilicium, ihre Dioxyde, GeC>2, SnOz, PbG"2, mehrmetalloiden Charakter besitzen, als dies bei den Oxyden,R2O3, der Schwermetalle Gallium, Indium, Thallium,den entsprechenden Gliedern der »Aluminium-Reihe«der Fall ist. Dann zeigen die Dioxyde, RO2, von Titan, 1 )
') Das Titan, Ti = 48.0, ist ziemlich selten, es findet sich,analog dem Zinn, in Form des Dioxydes, TiOa, als Rutil, Anatas,Brookit und in Titanaten — Perowskit, TiOaCa, Titaneisen,Ti O3 Fe. Das metallische Titan wird durch Erhitzen von Kalium-titanfluorid mit Natrium in einer Wasserstoffatmosphäre als grauesPulver erhalten: Ti Fla Ka + 4 Na = Ti -f- 4 FI Na + 2 Fl K; an derLuft verbrennt es und zersetzt Wasser beim Kochen. Das Chlorid,Ti CL, eine farblose Flüssigkeit raucht an der Luft und zersetzt sichdabei in Salzsäure und Titansäure, Ti (OH)i. Letztere scheidet sichaus der Lösung des Chlorids auf Zusatz von Ammoniak ab als weissesamorphes Pulver, das über Schwefelsäure ein Mol. Wasser verliert:Ti O (OH)s. Beide Hydroxyde geben beim Glühen weisses amorphesTitandioxyd, Ti O2, welches, im Wasserstoffstrom erhitzt, zu demOxyd, Ti20s, reducirt wird. Die Hydroxyde, Ti(OH)<iresp. TiO(OH)3,sind sowohl schwache Säuren — sie lösen sich in Alkalien zu