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eommandirenden General Franz Leopold Freiherrn v. Engel shofen sehrmilde behandelt, was man der Gunst zuschreibt, die Kaiser Franz I.dem Adepten erwies, über den er sich gelegentlich einer Jagd imEodauner Gebiete durch den Bademeister Friedrich genau infor-miren liess.
Man gewährte dem Gefangenen in Temesvär grosse Freiheitenund soll ihm sogar ermöglicht haben, seine Arbeiten fortzusetzen. Der-selbe scheint jedoch das Vertrauen, welches man ihm entgegenbrachte,missbraucht zu haben und entflohen zu sein.
Leider sind alle Bemühungen, über Seefeld's weitere SchicksaleAufschlüsse zu erhalten, erfolglos geblieben.
Das Interesse, welches Franz I. für Seefeld an den Tag gelegthat, sowie der Umstand, dass sein Geheimsecretär Pognier von Jolifief,sowie sein Bathgeber und Zahlmeister Franz Josef v. Toussaintsieh — wie Kopp sagt — ebenfalls mit alchemistischen Arbeitenbeschäftigt haben, legt allerdings die Vermuthung nahe, dass derMonarch selbst derartigen Bestrebungen nicht fremd war, doch konntebisher darüber nichts Bestimmtes in Erfahrung gebracht werden.
Ein Vorwurf könnte gegen ihn daraus keineswegs abgeleitet werden,denn noch immer gab es ernste Männer, selbst unter den Gelehrten,die alchemistischen Bestrebungen huldigten oder doch diese für gerecht-fertigt hielten, so dass sein Interesse für diese immerhin als eineTheilnahme am geistigen Leben jener Zeit angesehen werden müsste.
Noch kurz vor Schluss des vorigen Jahrhunderts, im Jahre 1796.wurde die Kunde von dem Bestehen eines grossen Vereines vonAlchemisten in Deutschland laut, der unter dem Namen „HermetischeGesellschaft" von dem Dichter der Jobsiade, Dr. Carl Arnold Kor tum,gegründet worden war, eine Kunde, die um so grösseres Aufsehenerregte, als dieser Verein durch den „Beichsanzeiger" vor die Oeffent-lichkeit trat und sich alsbald zeigte, dass sich noch eine unerwartetgrosse Anzahl von Personen, die den verschiedensten Ständen ange-hörten, thatsächlich mit Alchemie beschäftigte! Bestand doch sogardamals auch in Wien ein hermetischer Verein behufs gemeinsameralchemistischer Arbeiten, dem mehrere „Doctoren der Medicin und k. k. Hof-coneipisten" angehörten.
Kortum ging von der Ansicht aus, die materia prima müsse inder Steinkohle gesucht werden, und stützte diese Meinung auf die Inter-