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Die Adelsdokumente österreichischer Alchemisten und die Abbildungen einiger Medaillen alchemistischen Ursprunges : mit 2 Zinkotypien u. 5 Lichtdrucktaf.
Entstehung
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zum Namensfeste des Letzteren im Jahre 1677 vor dessen Augen vonSeiler angeblich in Gold verwandelt, indem dieser das aus Silber (?)hergestellte Objeet vor den Augen des Monarchen durch Eintauchen ineine Flüssigkeit bis zu einer auf der vorstehenden Abbildung (pag. 27)durch eine punktirte Linie (A) bezeichneten Grenze vergoldete!

An den mit B bezeichneten Stollen wurden dann Proben des Metallesherausgenommen und die untere auf Gold, die obere auf Silber geprüft.Dass diese sowie eine spätere Untersuchung, welche sich auf Stücke desMetalles bezog, welche von benachbarten Stellen genommen wurden,das von Seiler erwartete Eesultat gab. dafür wird er wohl durchentsprechende Vertheilung der Metalle am Eande, etwa durch einenEeifen (?) gesorgt haben. Dass der ganze Metallkörper nur wenig Goldenthalten kann, dafür spricht der L instand, dass die Dichte des Objectes,welche ich im Jahre 1883 zu bestimmen Gelegenheit hatte, nur12-67 beträgt. Einer chemischen Untersuchung des Metalles an ver-schiedenen Stellen im mittleren Theil des Medaillons steht aber dessenreiche Decoration entgegen, die nicht verletzt werden darf.

Die lateinische Inschrift auf der Bückseite dieses Medaillons lautetin deutscher Uebersetzung wie folgt:

Dem Geheiligtesten, mächtigsten und unbesiegbarsten BbmischenKaiser Leopold I., dem sorgfältigsten Erforscher der Geheimnisse derNatur, widmet und bringt diese ächte Probe wahrer und vollkommenmetallischer Umwandlung als geringes Denkzeichen des jährlichenNahmensfestes mit dem Wunsche jeglicher Beglückung ein unter-thänigster Diener Seiner Erhabenheit, Hoheit und Majestät ganz er-gebenster Johann Wenzl von Beinburg im Jahre Christi 1677 am Festedes heiligen Leopold, dem Beinahmen des einstigen frommen Markgrafenvon Oesterreich, jetzt aber des gnädigsten Schutzherren des allerhöchstenösterreichischen Hauses."

Dem Johann Wenzel Seiler verlieh Leopold I. in Ebersdorffden 16. September 1676 den Bitterstand unter gleichzeitiger Wappens-übertragung seines mütterlichen Grossvaters Egid Fuchs von Eeinburg.Später erkannte man freilich, dass die kaiserliche Gnade einem Un-würdigen zutheil geworden war, begnügte sich aber, den Adepten fort-zuschicken, ohne ihn weiter zur Verantwortung zu ziehen.

Eigenthümlich sind die Umstände, unter welchen der berüchtigteGoldmacher Borri, ein Mailänder von Geburt, in Wien auftrat; erhatte die Lehrsätze der Kirche zu hart angegriffen und war daher,in Bann gethan, im Jahre 1661 aus Italien geflohen. Nachdem er dieEheinlande und Holland besucht hatte, ging er nach Dänemark, wo er