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Die Adelsdokumente österreichischer Alchemisten und die Abbildungen einiger Medaillen alchemistischen Ursprunges : mit 2 Zinkotypien u. 5 Lichtdrucktaf.
Entstehung
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auch häufig mit der Geschichte der Entstehung und Entwicklung derauf chemischen Grundsätzen basirenden Künste und Gewerbe überein,zumal diejenigen, welche nach unmittelbarer Bereitung des Goldesstrebten, oft ohne Absicht, nicht selten aber auch zielbewusst die mittel-bare Schaffung von Werthen gefördert und insbesondere in der Hebungdes Hüttenwesens und des Bergbaues das Mittel gefunden haben, ihrerAufgabe, wenn auch in indirecter Weise, nachzukommen.

Weniger deutlich als zum Montanfach tritt die Beziehung derAlchemie zur eigentlichen chemischen Industrie hervor, und nochschwerer lässt sich ein Einfluss auf die Entwicklung des Apotheker-wesens erkennen, welches von Anfang an durch, doctrinäre Einflüsse inbestimmt geregelte Bahnen gelenkt wurde.*) Hervorragende Alchemistenwie Paracelsus und insbesondere Thurneysser befassten sich wohl auchpersönlich mit der Herstellung von Medicamenten, aber doch nur neben-her. Nach aussen stand immer die Goldmacherei im Vordergrund.

Dennoch soll in den folgenden Zeilen der Versuch unternommenwerden, die Geschichte der Alchemie in Oesterreich in kurzen Zügenparallel mit der Entwicklung der auf Chemie basirenden Industriezweigesowie des Apothekerwesens zu schildern; da vielleicht auf diese Weiseein deutlicheres Bild von dem Zustande gewonnen werden kann, inwelchem sich Chemie und Alchemie bis zum Ende des vorigen Jahr-hunderts in Oesterreich befunden haben, jener Zeit, in der mit Seefeld,dessen Gestalt unser Dichter Halm in seinem Drama ..Der Adept"verewigte, der letzte bedeutende Vertreter der Alchemie dahingegangenund diese selbst vom Schauplatze der Oeffcntlichkeit verschwundenist, freilich nicht, ohne im Stillen, geräuschlos und von der Wissen-schaft unbeachtet fortzuvegetiren.

*) Schon die ältesten Nachrichten, die wir über das Apothekerwesen besitzen,lehren uns, dass die Apotheker eidlich verpflichtet waren, ihre Medieamente mit allerGewissenhaftigkeit anzufertigen, und die Formeln, nach welchen sie ihre Präparatebereiteten, zur Prüfung an die medicinische Faeultät einzureichen. (Fuchs, DasApothekerwesen in denBeiträgen zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen('»Österreichs". Wien 1873.)