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1 (1874) Die Perioden der Geschichte der Pharmacie
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doch höchst nothwendigen Metalles bedeutend gesteigert werden,zur Production desselben, sowie zur Erzeugung von Dampf warwiederum Feuermaterial nothwendig, da musste der Bergbau fürdie Steinkohlenausbeutung grössere Anstrengungen machen.

Das Studium der Mechanik wurde eifriger denn je betrieben,da yon allen Seiten Nachfrage nach verbesserten Maschinen ent-stand, zu denen die Dampfkraft den Impuls gab.

So wurden die Naturforscher, nachdem sie der WissenschaftEingang in das practische Leben verschafft hatten, die gesuchte-sten Leute des Jahrhunderts. Hatten die altern Naturforscher dieWissenschaft am Schreibtische studirt und sich weniger um diePraxis bekümmert, der Handwerker die Praxis ausgeübt ohne eineIdee von der Wissenschaft zu haben, so treten jetzt zwischen beidedie wissenschaftlich gründlich vorgebildeten und die Praxis aus-übenden Techniker als Vermittler zwischen Theorie und Praxis,Göthes Wahlspruch zu ihrer Devise erhebend:

Grau, theurer Freund, ist alle TheorieUnd grün des Lebens goldner Baum.

Das Studium der Lehre vom Lichte — der Strahlenbrechung,der Krystalllinse u. s. w. führte 1) zur Construction besserer Be-leuchtungsmethoden; im Verein mit den Chemikern errichteteman Gasanstalten zur Beleuchtung von Strassen und Sälen, diesich nach und nach auch Eingang in Privathäuser zu verschaffenwusste. Man suchte nach neuen Beleuchtungsapparaten und erzieltedurch diese bessere oder vollständigere Verbrennung der fetten Oelein den Argandschen Lampen; diese wurden wieder durch die Gas-lampen (Terpentinöl und Alkohol) und diese wiederum, nachdemman den Ileichthum an Kohlenwasserstoffen in vielen Gegendenim Innern der Erde (Petroleumquellen) entdeckt und andereflüssige Kohlenwasserstoffe künstlich erzeugt hatte, durch Petro-leum, Ligroin, Solaröl u. s. w. verdrängt und werden solche wolin Zukunft wieder durch das electrische Licht in den Hintergrundgeschoben; eine Voraussetzung, zu der nicht gerade die Eigenschafteines Propheten gehört, um sie auszusprechen.

Das Mikroskop wurde in diesem Jahrhunderte nicht alleinbedeutend verbessert, sondern auch dem Unbemittelten durchbilligern Preis zu erwerben möglich (war dieses früher nur im Be-sitze Auserwähtter, so sollte es in unserm Jahrhunderte Gemeingutaller Naturforscher werden); dasselbe erschloss uns, namentlichdurch die Bemühungen Ehrenbergs eine neue, dem unbewaffnetenAuge nicht zugängliche Welt, durch die uns das Leben undSchaffen der kleinsten Thiere offenbart wurde, aber besondersGrosses verdankt die Thier- und Pflanzenphysiologie dem Mikro-skope, wodurch die Erkennung der innern Strucktur der Pflanzeund des Thieres uns näher gerückt ist. Selbst der Chemiker undPharmacognost kann heutigen Tages nicht mehr ohne Mikroskopauskommen; ersterer bestimmt durch dasselbe die Form der klein-sten Krystalle und misst ihre Kanten, Ecken und Winkel,