IV. Absehn Cup. V. Von der Verbrennung u. ihren Prod. 769
nicht immer bei der Verbrennung so viel Hitze, an alle harzigen und öligenProdukte verflüchtigen zu können. Sie hinterlassen dann, namentlich beigewisser Leitung des Verbrennungsprocesses eine mit Brandharz und Brandölreichlich geschwäugerte leichte Kohle. Ein solcher Rückstand ist die hierund da zu äussern medicinischen Anwendungen sehr empfohlene, aus Papiererhaltene Pyrothonide, deren Wirkung nur auf dem scharfen Brandharzund Brandöl beruht. — Nach der Verbrennung bleibt in der Regel zuersteine Kohle, welche bei anhaltender Erhitzung an der Luft vollends ver-glimmt; der letzte Rückstand enthält dann die anorganischen fixen Bestand-teile des Fflanzenstoffs und heisst Asche. In der Asche kommen fastallgemein vor, als Basen: Kali, Natron, Kalk, Magnesia, Eisenoxyd undManganoxyd; als Säuren: Kieselsäure, Kohlensäure, Phosphorsäure, Schwe-felsäure , Chlor. Die Hauptmasse pflegen kohlensaurer Kalk, Chlornatrinm,zuweilen Chlorkalium, kohlensaures Natron und kohlensaures Kali zn bilden;diess richtet sich natürlich nach den in den Pflanzen enthaltenen Salzen,wobei zn bemerken ist, dass Salze mit organischen Säuren bei der Verbren-nung in kohlensaure verwandelt werden, vielleicht auch in der Hitze andereVeränderungen mit den Salzen vorgehen. Von der Asche wird namentlichdann Anwendung gemacht, wenn sie viel kohlensaures Kali wie z. B. dieAsche der meisten Hölzer, oder viel kohlensaures Natron, wie die Ascheder Salzpflanzen und Seetange enthält. Man laugt sie dann mit "Wasser ausnnd nennt die Gesammtmasse der löslichen Salze im ersten Falle Potasche,im zweiten Soda, in welchen Produkten indessen das reine kohlensaureAlkali oft nur wenige Procente beträgt. Die Aschentnenge, welche verschie-dene Pflanzentheile beim Verbrennen liefern, ist äusserst verschieden, manist auch noch keineswegs über die Rolle, welche die anorganischen Salzein der Oekonomie der Pflanzen spielen, aufs Reine, wie sich aus der folgen-den Abiheilung ergeben wird.]
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