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Die Pflanzenchemie : ein Handbuch für Aerzte und Apotheker ; unter theilweiser Zugrundelegung von Thomson's Organic Chemistry und mit Benutzung der besten Quellen
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214 1. Ablh. \d Pflauzenstotfen. II. Ci. I'ßunzemilkaloide.

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Niederschlags mit Aelher (welcher ein gerbsaures Salz auszieht) und desungelösten Rückstandes mit kochendem Wasser, welches das Pitayin auf-nimmt, dieses neue Alkaloid erhallen, welches nur in Verbindung mit Saurenbitter schmeckt über 100° schmilzt, zum Theil unverändert siiblimirt, mitSchwefelsaure ein in fatblosen Prismen krysl<lüs:rbares Salz giebt, welches4 p. C. Schwefelsäure enthält.

32) Quassiin. Da dieser von Wiw'ckleh und Wicüeks untersuchteStoff der Quassia Sulfosinapisin gelb färbt, so sche : nt es allerdings noch zwei-felhaft, ob ihm geradezu die basischen Eigenschaften abgesprochen werdenkönnen; wir werden ihn indessen seiner übrigen Analogien halber bei denbitteren Exlractivstofieu abhandeln.

33) Senguinarin. Aus der Wurstel der Sungulnwia eaaadeniii erhieltDaaia durch Fxtraction mit absolutem Alkohol, Vermischen der Lösung mitWasser und Ammoniak, Behandlung des ausgewaschenen rothen Nieder-schlags mit Thierkohle, Ausziehen des Gemenges mit Alkohol und Verdun-sten der fillrirtcn alkoholischen Lösung eine weisse, oder perlgraue, bitter,deutlich alkalisch reagirende, in Wasser unlösliche, aber in Alkohol undAether lösliche, mit den Säuren rolhe Salze bildende Substanz.

34) Suriuamin. Wenn man nach Hill i:\si imhut das alkoholischeKxtract der Rinde von Geoffraea tttrinarnrntn mit Wasser auszieht, das Fillratdurch Bleiessig fällt, das Blei durch Schwefelwasserstoff entfernt und dasFiltrat abdampt, erhält man Snrinamin. Aus der Mutterlauge gewinnt mannoch mehr durch Digeriren mit Magnesia, Filtriren und weiteres Abdampfen.Das Snrinamin bildet feine, weisse Nadeln von fadem Geschmack und ohneReaction auf Pflanzenfarben. Es zersetzt sich in der Hitze unter Entwicke-lung schwach alkalischer Produkte. Es löst sich sehr wenig in Weingeist,wenig in kaltem, reichlich in lieissem Wasser. Mit rauchender Salpetersäuregiebt es eine violette, dann schön blaue Flüssigkeit, welche sich allmählichvon selbst unter Absitz von violetten Flocken entfärbt, von Schwefelwasser-stoff serieller entfärbt, von Cldor wieder violel, von Alkalien und Zinu-chlorür gelb, von schwefliger Säure und Eisenvitriol blaS'grün gefärbt, beimAbdampfen blutroth wird und dann durch Verdiinnung mit Wasser einenrothen Niederschlag giebt. In verdünnter Schwefelsäure löst sich das Suri-uamin leicht die blassrothe Lösung giebt beim Abdampfen Krystallblätlchenund ans der Mutterlauge lässl sich durch kohlensauren Baryt das Snrinaminunverändert absei eiden. Auch die salzsaure Lösung giebt beim AbdampfenNadeln. Kalilauge löst das Snrinamin leicht auf. Hie wässerige Lösung desSurinainins wird vlm j 0( l, Ammoniak, salpetersaurem Quecksilberoxydul undGallnslinctur nic'-t verändert, von salpetriger Säure in der Wärme violel,dann grün, endlich gelb, von Chlor gleich blassgelb gefärbt. — Van Dei:Bym. hält diese schon von Otshdvis bemerkte Substanz ohne hinreichenden

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