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Die Pflanzenchemie : ein Handbuch für Aerzte und Apotheker ; unter theilweiser Zugrundelegung von Thomson's Organic Chemistry und mit Benutzung der besten Quellen
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K i n l e i t u n g. .1

Warum also darüber speculiren?*) Unser Geschäft ist, Thatsachen zu sam-meln, welche allmählich diesen dunkelsten aber wichtigsten Tlieil der Chemieaufklären mögen. Indessen ist doch durch neuere Versuche bereits einigesLicht über die Sache verbreitet worden und es wird daher nöthig sein , diewichtigsten Theorien neuerer Chemiker, welche alle zunächst nur für einzelneKlassen aufgestellt sind, in ihren Hauptingen darzustellen**).

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*) Dass Thomson hier zu weit geht, dürfte wohl kW sein. Allerding»sind die sogenannten rohen oder empirischen Formeln, welchenur das durch die Analyse aufgefundne Verhältnis» der Bestandtheileschlechthin angeben, die bleibend wichtigen — aber eine wissenschaft-liche Behandlungsart ohne Aufsuchung rationeller Formeln, d. h.Vorstellungsarten über die Weise, in welcher die Atome zu einem Körpervereinigt sind und in welcher Beziehung dieser zu anderen steht, istundenkbar. Solche Formeln bleiben freilich Vorstellungsarten und eskann möglicherweise für einen Körper mehrere gleich rationelle geben;in den meisten Fällen wird aber immer eine die meiste Wahrscheinlich-keit für sich Iiaben — ja zuweilen fehlt wenig an dem Beweise derwirklichen Wahrheit. Ohne uns daher in Speculalionen einzubissen,werden wir doch, so wie im Folgenden die Hauptversuche zu Auf-slellung von Theorien für ganze KörperkUsscn zusammengestellt sind,auch bei den einzelnen Körpern, die für sie aufgestellten r.tionellenFormeln und wahrscheinlichen Relationen nicht übergehen dürfen, jasogar schon bei der Eintheilung auf Vereinigung theoretisch verwandterGruppen zuweilen mehr sehen müssen, als Thomson gethnn hat. Finedurchgreifende Nomenclalur für die organischen Körper — abgesehenvon den den anorganischen Körpern ganz analogen Verbindungen — kannes natürlich noch nicht geben; die für einzelne Klassen gemachten Ver-suche werden an ihrem Orte erwähnt werden. Anm. d. Uebers.

**) Wir bemerken hier, dass wir die von den in Deutschland gebräuch-lichen etwas abweichenden Atomzahlen Tiiomson's überall abgeändertund uns überhaupt der von Lif.bic. angenommenen Bezcichnungsweiie(mit Weglassung der Doppclatome und Bezeichnung der Anzahl derAtome durch unten angeschriebene Exponenten), als der gebräuchlichsten,bedient haben. Zwar müssen wir hier, um nicht zu weit auszuholen,die Lehre von den Mischungsgewichten aus der anorganischen Chemieals bekannt voraussetzen; der Bequemlichkeit wegen fügen wir jedochZeichen und Atomgewichte der für die organische Chemie und die Be-urteilung der Verbindungen organischer Körper mit anorganischen wich-tigsten einfachen und zusammengesetzten Stoffe bei:

Sauerstoff

Wasserstoff

Kohlenstoff

Stickstoff

Chlor

0

100,000

II

6,239

c

76,4:55

•N

88,520

Cl

221,325

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