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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
Seite
136
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«in Dichter seyn, ohne jemals eine Feder in die Hand zunehmen,) aber die einmal zugemessene und keiner Vergrö-ßerung fähige Summe der Ausbildung des menschlichenGeschlechts »erstattet es nicht. Daher werden die groß,«en Geister immer nur ein kleines Publikum haben, daSsich, eben so wie sie selbst, auf Kosten Anderer bereicherthat. Millionen Afrikaner, oder warum soll ich nicht sa.gen Deutsche, mußten vielleicht gänzlich auf ihren Antheilan allgemeiner Bildung Verzicht thun, damit wir EinenKant besitzen könnten; wäre es dann aber nicht ungerecht,diesen Millionen vorzuwcrfen, daß sie kein gebildetes Pu«blikum ausmachen?

Man sieht auf welchen Werth ich selbst, aus beschck.dener Ueberzeugung, den Bcyfall der Menge, und folglichdas Verdienst meiner Produkte zurückfetze. Ich glaube,daß ein Mann, der Schauspiele für die Bühne schreibt,zwar ein guter, aber kein erhabener Dichter seyn müsse,weil er sonst aus obigen Ursachen, nun und nimmermehrauf ein ausgebreicetes Publikum rechnen kann.

„— und möge diesem, schließt endlich unser Derfas.„ser, die Tradition dann nicht erzählen, wie Egmont und„Iphigenie von den Deutschen unserer Zeit betrachtet wur»„den, denn alle geäußerte Dewunderrmg würde unsere„Schande wohl nicht decken.«

Möge doch lieber die Tradition der Nachwelt nichterzählen, wie neidisch man zu unserer Zeit auf den unter-geordneten Ruf eines guten, aber nicht erhabenen dra«matischen Dichters gewesen»

Hätte