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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
Seite
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ten, mit denen ein schlechter Komponist seine Symphonieausfüllt. Da findet man z.B. in eilfZeilen: (S. 144.) un-vergleichlichst — höchst — feinst — sanftest — rührendst-— oder S- 90. in sieben Zeilen: höchst — reinst— un-bedingtest — innigst — ruhigst — einfachst —.

Ich habe warlich nur ein paar Beyspicle gewählt, dst-mir eben in die Augen fallen, ich könnte sie aber eben soanhauftn, wie Hr. H. seine Superlakiftu. Zieht man sei.neu Rccensionen das Gewisse, die Arc und die Superla-tiftn aus, so bleibt ein sehr mageres Gerippe übrig, dasnur noch mit einigen Lappen von Eitelkeit und Selbstver-trauen behängen ist.

Seite 90. gesteht er, daß Deutschland die höhereKritik, wie er sie nennt, (das heißt: seine Kritik,) nichtbedürfe, und schrankt sich daher bescheiden darauf ein,Eoerhe's Muse ein Denkmal für dieAukunft zu setzen. Daskommt mir gerade so vor, als wenn Löschenkohl die Kay-serlichc Familie in Kupfer sticht, um ihr ein Denkmal fürdie Zukunft zu errichten. Auch Jsflands Spiel, als FranzMoor, ve.fpricht er S. 28 k zu verewigen, und ihn da-durch für das Flüchtige seiner Kunst schadlos zu halten.Es ist schwer, die Eitelkeit höher zu treiben.

S. 6. macht er dem Publikum das höfliche Kompli-ment, daß es wahres Verdienst nicht zu schätzen wisse, wiedie Engländer und Franzosen, weil mau ohne wahres Der.dienst vor ihm austretcn, und auf Bcyfal! hoffen dürfe.Er thut daher mit stolzer (ja wohl stolzer!) selbstbewust«

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