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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
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falle sind pöbelhaft, und verrathen nicht das geringsteGefühl für die Sittlichkeit, die man jedem, auch einemgetadelten Schrift.keller, schuldig ist,) wie geschmeidig erwird, wenn von ihm selbst die Rede ist; wie sanft er sichstreichelt; wie wohlgefällig er sich im Spiegel besieht.

Zn seiner Vorrede zu dem Schauspiel: Güte rettet,gesteht er ein, daß man dem englischen Original eineVer-„ackläßigung und Bnntscheckigkeit des Dialogs, ein wil-des Getreide in der -Handlung und eine grelle Uebertrei-bung der Charaktere mit Recht vorwerfen könne; bemohn»geachtet aber ist es ein herrliches Stück, das unstreitig,von Herrn Huber bearbeitet, auf unfern Bühnen das au-ßerordentlichste Glück machen wird; denn Herr Huberhat die Fehler verbessert oder gemildert, er hat aus ei-nem Hogarthifchen Gemahlde — man höre doch wie be-scheiden — ein Lhodowieckifches Bild gemacht.

Ich weiß nicht, wie die Engländer dieses Stück aus-genommen haben; ich weiß aber wohl, was HcrrHuber davongesagt haben würde, wenn ich der Verfasser desselben wä-re, und bedaure übrigens, daß er sich vergebens mit demaußerordentlichen Glück seines Pfleglings geschmeichelt hat.Er muß sich abermals mit der Hoffnung auf jene bessernZeiten trösten, wo man auch das unbegreiflich findenwird. Der Leser aber werfe einen mitleidigen Blick aufden eitlen Mann, der, von Neid beherrscht, die dem Pu-blikum schuldige Achtung so ganz vergißt, und ihm mitdürren Worren unter die Nase sagt: es lasse sich nur durchschale, schülerhafte und unedle Compositionen in Enthu-siasmus