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Ihr Alle, die ihraufben alleinseligmachenden Glau,ben der Liceraturzeitung geschworen habt, kommt herbenund lest. Es mag kühn scheinen, einen solchen Koloss an-zugreiftn, aber meine Massen sind Beweise; und ich hoffenicht, daß man mir die Berechtigung absprcchcn werde,mein Urthcil über unverdaute Urthcile laut zu sagen, zu-mal da ich weit ehrlicher als meine Feinde zu Werke gehe,und meinen Nahmen darunter setze.
Um das Vertrauen des Lesers zu gewinnen, undPartheylichkcit zu vermeiden — deren Drille auch auf derNase des besten Mannes anwächsi, sobald von seineneigenen Schriften die Rede ist — will ich meine, seit sechsJahren auf die unwürdigste Art gemißhandeltcn Producte,noch einen Augenblick bei) Seite legen, und vorher einigeandere Pröbgen von schaalcn, unverdautem Lobe oderTadel j ncr gepriesenen Zeitung auftischen. Ich wähle,was mir in die Hände fällt; doch mit Fleiß solche Schrif-ten, deren Verfasser ich nicht kenne.
Die Recension des Hamburger und Göttinger Mu-scnalmanachs füllt l-'- Vogen, obgleich der Recensent selbstdas drollige Bekenntniß ablegt: »daß in jedem Musenal-„manach wenigstens Ein gutes Gedicht enthalten wäre"—Muß uns da nicht die biblische Geschichte beyfallen, woSodom verschont wird um Eines Gerechten willen? —Doch man höre weiter, wie der Recensent viel, und zuviel beweißt.
»Wir sehen nicht ein, sagt er, welchen Nachtheil»diese Sammlungen für unsere Literatur haben könnten?»Mögen noch so schlechte poetische Früchte in ihnen aufbe-
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