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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
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und wie gern würden gewisse Leute solckie Mißverständnissebefördern) bestimmt erklären, gegen welche Hohnspre-cher meine Hirtenschleuder eigentlich gerichtet ist. Cssey ferne von mir, die Rri'tik in wissenschaftlichen Fä-chern herabfetzcnzu wollen. Ich habe Bayle, Lessing undihres gleichen auch gelesen; ich weiß, was die Aufklärungsolchen Männern verdankt; sie bereichern in der That dasGebiet der Literatur; ihre Aufsätze enthalten einen Aus-tausch der Kenntnisse, Berichtigung, Vermehrung oderVerbessrung des rccensirtcn Werkes; sie legen uns die Re-sultate ihrer Belesenheit» die Früchte ihrer Studien dar;sie beleuchten hier eine Wahrheit und enthüllen dort einenIrrthum, und wenn sie Alles das ohne Anmaßung thun,wer könnte Hochachtung und lauten Bcyfall ihnen versa-gen? Doch wie ungleich diesen sind die Aütagskritika-ster im Fache Ser schönen Wissenschaften. Zwar giebtcs auch hier einige seltene Ausnahmen; aber sic gleichenden Virtuosen, die gezwungen werden, in einem Orchestervon Biersiblern mit zu spielen, und deren Dascyn nurdann und wann ein Solo von einigen Tacken verrach.

Euch also treffe meine Geisel, ihr After-Recensen»ten , die ihr so selten »erhellet, und so gerne verurtheilt;so oft in dem Werke nur die verhaßte Person des Autorstadelt; selbst das Gute, was ihr nicht ableugnen könnt,geflissentlich verkleinert; hämische Seitenblicke auf denLkaeakter des Verfassers werfe; Gift aus seinen unschul-digsten Worten saugt; immer über verlezte Moralitätschreyl, die doch blos der Schild ist, hinter dem sich euerZMd vertnechc; euch Alle, die ihr euren einseitigen Ge-

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