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trete». Herbeck gehörte zu diese» letztere». Mn» rede nicht vo» Glück, wiemeistens diejenige» th»», die keine» Verstand haben. Das Glück vertragt »in»ans die Dauer nicht ohne Verstand, und das ist der rechte Verstand nicht, dernicht auch das Glück hat. Das ganze Gcheimniß von Herbeck's Laufbahn liegtdarin, das; er ans dem Posten, auf dem er gerade stand, jedesmal das Höchsteleistete. So schien es denn immer wünschenSwerth, seine Kraft für einen höherenPosten zu gewinne», und so stieg er empor wie nach einem natürlichen Gesetz.Er bot sich nicht an, man holte ihn, sein Verdienst intriguirte für ihn, er selbstkonnte ruhig zuwarten.
Herbeck ist nicht der Mensch, der seine künstlerische Ueberzengnng undseine persönliche Würde anfgibt, um seine Stellung zu wahren. Er braucht dieOper nicht, sie braucht ihn. Und sie braucht ihn sehr dringlich. Das Repertoirebraucht ihn, das Orchester braucht ihn, die Sänger brauchen ihn. Sein haupt-sächliches Augenmerk hat er wohl zunächst dem Repertoire zuznweuden, welchesseit vielen Jahren verliederlicht und verlottert ist. Künstlerische Gesichtspunktesind diesem Repertoire längst gänzlich fremd geworden; wie ein Proletarierlebt es von der Hand in den Mund. Das ewige Ablcicrn derselben Opernhat auch die Sänger und das Orchester dcmoralisirt. Sie bedürfen neuer An-regungen und einer künstlerische» Leitung. Herbeck wird ihnen beides gewähren."
Hanslick erblickte die erfreuliche Seite seiner Berufung in dem Gewinneeines so bedeutenden Capcllmcisters und die mindestens bedenkliche in der Un-gewißheit, ob Herbeck sich auch in die schwierigen Verhältnisse des Theatersfinden werde. Hanslick zweifelte sogar, ob Herbeck dem Theater überhaupt einlebhaftes Interesse cntgegengcbracht Hütte, bevor er an die Oper berufenworden war. Dem wäre zu entgegnen, daß Hcrbeck von Jugend an eine Leiden-schaft für die Bühne fühlte. Als junger Mann besuchte er, so oft seine schmalenMittel es ihm erlaubten, die Oper und dadurch, sowie durch fleißiges Privat-stndinm hatte er sich die klassischen Bühncnwerke, besonders jene Mozart's, dieer auswendig kannte, eigen gemacht. Auch andere Erscheinungen am Gebietedes Theaters interessirten ihn lebhaft. Die Leistungen der Bnrgtheatergrößenverfolgte er mit Eifer, den Volksbühne» wandte er große Aufmerksamkeit zuund keine der originellen Gestalten Nestroy's, Scholz' n. a. waren ihm ent-gangen. Wie sehr schauspielerische Leistungen ihn fesseln konnten, beweist dieThatsache, daß er den berühmten Mohren Aldrige, der den Othello in derHerbeck unverständlichen englischen Sprache spielte, beinahe bei jedesmaligemAuftreten in dieser Rolle sah und ganz begeistert von seiner Kunst sprach.Von Mangel an Interesse für das Theater konnte daher bei Hcrbeck die Redenicht sein, und cs wäre auch nicht erklärlich, daß er in einem Alter, inwelchem man eine neue geistige Sphäre nicht leicht mehr dnrchdringt, sich sorasch in dem complicirtcn Mechanismus der Bühne hätte zurecht finden können,würde diese ihm damals als eine völlig neue Welt erschienen sein.
Die erste Oper, welche Herbeck im Theater leitete, war Ambrois Thomas'„Mignon", ein Werk, das neben hervorragenden musikalischen Schönheiten auchviele Trivialitäten enthält. Man war allgemein überrascht, daß Hcrbeck für