1) o r r e d e.
-2'ch habe keine prunkvolle Borrede zu schreiben, sondernlediglich einige zur Sache gehörige Bemerkungen zn machen.
Als ungefähr ein Uahr nach dem Tode meines Bakers derEntschluß in mir reis ward, meinen pietätvollen Gesinnungendurch Verfassung einer Biographie Ausdruck zu geben, schwebtemir eine Arbeit in Form und Ausdehnung einer „BiographischenSkizze" vor, deren Ausführung nur kurze Zeit in Anspruch nehmenund deren Zweck hauptsächlich sein sollte, den zahlreichen Verehrernund Freunden des theuren Todten eine gedrängte Schilderungseines Lebens und Schaffens zn bieten.
Nachdem ich jedoch zn der Erkenntnis; gelangt war, daß dasvorhandene Materiale noch viele Lücken enthalte, so sah ich michgezwungen, den Beginn der eigentlichen Arbeit bis nach dervollbrachten Einsammlnng und Sichtung aller nur erreichbarenschriftlichen und mündlichen Nachrichten hinanszuschiebcn. Wiesich aber das Materiale unter meinen Händen anhäuste, so wuchsenunwillkürlich die Ziele meines geistigen Strebens, und ich mußtemir nach reiflichem Erwägen gestehen, daß einerseits für eineLebens-Skizze Herbcck's in der beliebten Form von „Blättern derErinnerung", znm bloßen Gebrauche für Freunde und Verehrer,der Zeitpnnct längst versäumt sei, andererseits es aber jammer-schade wäre, die Fülle des interessanten Materiales in den be-scheidenen Naui» einer Skizze zn drängen.
Und so ward ich durch die geschilderten Umstände ans jenenWeg gewiesen, welcher eigentlich gleich von vorne herein znbeschreiten gewesen wäre. Herbeck's künstlerische Thätigkcit wirkte