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Johann Herbeck : ein Lebensbild
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Do» Ina», Nclusko (Afrikaner!») an der Spitze. Er wußte trefflich z» pointiren,und mit gewissen Stellen verfehlte er auch bei schlechter Stimmdisposition,welche sich durch unreine Jntonirung bemerkbar machte, nie die beabsichtigteWirkung. Als Meister in der Gesangsknnst konnte Hans Rokitansky gelten.Sein eminent musikalisches Gefühl und sein, in der besten italienischen Schuleherangebildcter Gesang befähigten ihn vor allem zur musterhaften Durchführungmusikalischer Rollen wenn dieser Ausdruck zur Charakterisirnng von Partienwie des Sarastro, Osmin, Lorenzo inRomeo und Julie" re. anzuwendcnerlaubt ist. vr. Karl Schmid war damals schon längst über seine Glanzzeithinaus, obwohl er als Sarastro, wobei das tiefe II noch wunderbar kräftigzum Ansdruck gelangte, als König imLohcngrin" w. oft noch glänzende Erfolgeerrang. Von Drapler's einst so kräftiger Stimme waren nur mehr die lwanxrostss vorhanden, er war übrigens niemals ei» bedeutender oder etwa feinerKünstler gewesen. Karl Mayrhofer, der unverwüstliche und liebenswürdigeBuffo, der oft eine köstliche Lnstspielfigur abgab und Ur. Emil Krauß, dermarkig und wirkungsvoll sang, (z. B. den Heerrnfer imLohengrin") vervoll-ständigen die Liste der Bnßsänger. (Lay findet weiter unten Erwähnung.)

Unter den Tenoristen war Walter noch immer der erste. Als brillanterLiedcrsünger wirkte er an der Oper in lyrischen Partien wie als Faust, Romeound Wilhelm Meister vorzüglich. Herbeck Pflegte oft zu sagen, daß er, wenner der Kaiser wäre, Walter nur in der Hofcapcllc und in Concerten singenlassen würde, damit sich seine Stimme recht lange noch erhalten möchte. Einekräftige, klangvolle Tenorstimmc neben sympathischer Erscheinung besaß GeorgMüller, was man wieder von Leonhard Labatt nicht behaupten konnte. Erwurde in Abwesenheit und ohne Wissen Herbeck's von Esser, welcher über Auf-trag Dingelstedt's im Sommer 1869 zu diesem Zwecke nach Dresden gereistwar, gleich mit einer Gage von 15000 fl. cngngirt, worüber Hcrbeck trostloswar. Labatt konnte sich auch nie die vollen Sympathien der Wiener erringe».Ucbrigens war er ein verwendbarer Sänger, wirkte in wenigen, vorwiegenddramatischen Partien, z. B. als Eleazar in derJüdin" sogar vorzüglich, undeine Zeit lang kokettirtc die Wagner-Partei recht auffällig mit ihm. In CharlesAdams besaß das Theater nicht nur einen trefflichen Sänger, sondern auch einenhoch p octisch en Darstell er.

Von den sogenannte» kleineren, aber dcßhälb nicht minder wichtige»Kräften ist der Tenorist Engelbert Pirk zu nennen, der in Erlranknngsfällcn,nur um eine Opcrn-Aufftthrnng möglich zu mache», oft für die betreffendeerste" Kraft cinsprang, aber niemals etwas verdarb. Sein Lehrbubc Davidin Wngncr's OperDie Meistersinger" war eine elastische Leistung zu nennen.Pirk, wie Theodor Lay, Alfons Regensburger und der originelle Campezählten in Folge ihrer Vielseitigkeit und eines stets bereiten Willens, der Sache zudienen, zu den schätzcnswerthesten Mitgliedern der Oper, welche solche Kräfte ebensowenig entbehren kann, als den ersten Tenoristen. Der Chor unter Ernst Frank

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