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ciucin Instrumente zur Regel. Dadurch gestalteten sich die Productioncn ab-wechslungsreicher, anziehender für's Publicum und erhielten einen entschiedenkünstlerischen Charakter. Zudem erhob Hcrbeck's Dirigcutenkunst den Vortrag imallgemeinen auf die Stufe der Vollendung, und es darf daher nicht Wundernehmen, das; man die Möglichkeit, der Wiener Männer-Gesang-Verei» könnteoon einem Brndervcrcine übertroffcu werden, gemeinhin ausschloß.
Für Hcrbcck war aber der Tag auch noch aus dem Grunde ein Tag derFreude und Befriedigung, weil die Idee, ein Schubert-Monument in Wien auf-znstellcu, an deren Verwirklichung er seit sechs Jahren durch Wort und Thatnuabläßig gearbeitet hatte, endlich eine greifbare Gestalt erhalten sollte.
Am 12. Octobcr wurde der Grundstein zu diesem Monumente gelegt.Nach Absiuguug des Wahlspruchcs durch den Männer-Gesang-Verei» tratDumba vor, um eine längere, warm aus dem Herzen kommende Ansprachezu halten, worin er die Verdienste Hcrbcck's und Schicrer's um das Zustande-kommen des Monumentes betonte. Während der Verein Schubcrt's „Nacht" mitunterlegtem Texte von August Silbcrstein („O Tag voll Glanz") vortrug,wurde die Grnndnngsurknnde versenkt und der Hofschauspielcr Ludwig Gabilloutrug hierauf mit seiner mächtigen Stimme ein Festgedicht von Ed. Bauern-fcld vor, das einen tiefen Eindruck auf die Versammlung ansübte. Den Schlußdieser erhebenden Feier machte Herbeck's, bei ähnlichen Gelegenheiten schon öftervorgetragcuer Fcstchor. Kaum vier Jahre später war das Monument vollendet.Wenige Tage nach dem Feste erlebte Hcrbeck die Freude, vom Kaiser „inAnerkennung seiner ausgezeichneten Verdienste um die Musik" mit dem Ritter-kreuze des Franz Josef-Ordens ausgezeichnet zu werden.')
Im Gesellschaftö-Coucertc an: 13. Decembcr wußte Hcrbeck das Publicumabermals mit einer Schubert-Novität zu überrasche». Er brachte nämlich die vor-handenen Stücke des Fragmentes „Adrast": eine sinnige, liebliche Instrumental-Einleitung und ein Duett zur Ausführung. Die Composition des Fragmentesfüllt in die Jugendzeit des Meisters, vcrmuthlich 1815 2) und zählt nicht zuden bedeutendere» seiner Schöpfungen. Gleichwohl waltet Schubert'scher Geistdarin, und das Publicum war für die dargebotene Spende recht dankbar.
Zwei Hof-Co»ccrte in den Appartements der Kaiserin nahmen Herbeck'sThätigkcit gleich zu Anfang des Jahres 1869 in Anspruch. Wer da glaubt,ein solch' intimes Musikfest zu arrangircu, sei eine Kleinigkeit, der irrt.Die Kaiserin, mnsikalisch nicht eigentlich durchgebildct, liebt dennoch gute Musik,doch ist sic dem strengen Styl nicht zugethau nnd zieht leicht sangbare, demGehör schmeichelnde kurze Tonstückc großen elastischen Werken vor. Die Pro-gramme solcher Concerte mußten daher aus kleinen, auch eine Abwechslung in
y Wiener Zeitung Nr. 247 I. l868.
y Kreißte Schubert S. 63 f., Nottcbohm Schubert-Katalog S. 258.
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