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Johann Herbeck : ein Lebensbild
Entstehung
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überhaupt aufführtc sowie dessen Symphonie in 1)-moU. Anch mit Bcrliozmachte HcllmcSbergcr einen Versuch, indem er bei Anwesenheit des EomponistendessenFlucht nach Egypten" (1854), allerdings mit zweifelhaftem Erfolge,aufführtc. Bei der Aufführung von Werken mit gemischtem Ehor, deren Hcllmcs-berger nicht viele bot, stand der Gesellschaft ein Ehor von Männern und Frauenzur Verfügung, welcher in den, zuletzt von Stegmeyer geleiteten sogenanntenEhornbnngen" gedrillt wurde. In den ersten Monaten des JahreS 1858 warnun in Wien ein Eomitv, bestehend ans dem Hof- und GerichtSadvocatcnvr. Franz Egger, dem Schriftsteller Karl Rick, dein Gerichtsbcamtcn AdolfLorenz, dem Mnsikverleger Gustav Lewy, dem Gründer des Wiener Männer -Gcsang-Vereines vr. August Schmidt, sowie dem schon genannten Stcgmeyer,zusammen getreten, welches die Gründung eines nach dem Muster der BerlinerSingakademie zu bildenden, selbstständigen Chorvcreineö sich znm Zwecke stellte. >)Der Gesellschaft der Musikfreunde erwuchs hierdurch plötzlich die Gefahr einergroßen Eonenrrcnz. Es galt nun, rasch ein ähnliches Institut in's Leben zurufen, um dieser wirksam zu begegnen. Die Gesellschaft faßte daher den Be-schluß, dieChorübungcn" aufzulösen, an deren Stelle eine Abthcilung derGesellschaft unter dein TitelSingvercin" in Wirksamkeit treten zu lassen undmit der Leitung desselben den jungen Herbcck zu betrauen, dessen eminenteDircctionsfähigkeitcn gleich wahrend der ersten Zeit, als er an der Spitze desMänner Gcsang-VercineS stand, hauptsächlich aber gelegentlich der Dircctioneiner großen Symphonie seiner Eompositio», klar zu Tage getreten waren.Herbeck hatte im Sommer 1857 seine 2. Symphonie in 6 geschrieben, einzwar durchaus groß angelegtes, aber den Entwicklungsprozeß des Eomponistennach deutlich anfzeigendes Werk, welches nun die Gesellschaft der Musikfreundezur öffentlichen Aufführung annahm. Welche Freude mag es für Herbeck gewesensein, das große Orchcsterwcrk dem Publicum selbst vorführen zu dürfen! SeinTagebuch berichtet ausführlich darüber:

4. Februar. Probe von drei Sätze» meiner Symphonie von den Zög-lingen des Eonservatorinms, in der darauffolgenden Sitzung die Aufführung im4. Gesellschafts-Concerte beschlossen, Glück ans!

24. Februar. Erste Orchesterprobe im Mnsikvcreinssaale. ProfessorSchlesingersagt mir, ich hätte mir mit dieser ersten Orchester-Directiongewaltigen Nespecr beim Knrntncrthor-Orchesterverschafft.

14. März. Aufführung meiner Symphonie unter meiner eigenen Leitungim 4. Gesellschafts-Concerte. Jeder Satz wird beifällig ausgenommen und ich

y Die Reihenfolge des Entstehens der gemischten Chorvcreinc gibt F. C. Pohl, Denk-schrift ans Anlaß des 25 jährigen Bestehens des Singdereines Wien 1883, wie folgt an:Berlin, Leipzig (Singakademie), Stettin, Minister, Dresden (Drcissig'schc Singakademie),Potsdam, Bremen, Chemnitz, Schwäbisch-Hall, Innsbruck (Mnsikvercin 1818), Frankfurt a. M.,Breslan, Dresden (Singakademie), Leipzig (Nicdel'schc Verein 1854).

-) Derselbe, der in Hellmcsberger's Quartetten das Cello spielte; er ward in der Folgeein guter Freund Hcrbeck's.

y DaS Orchester dieses Theaters wirkte damals in den GcsellschaftS-Conccrten mit.