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Wege» der kurzen Apostrophe» Herbeck's Platz finden: „Lied vom Wein"(von''?) „ein redseliger Strndelteig, apathische Mnsik"; SicgeSgesang ansder „Hermannsschlacht" von Lnchncr „in der Masse von ziemlich kraftvollerWirkung, das Ganze doch etwas eintönig, mehr gemacht als groß anfgcfaßt";„Friihlingsbotschaft" von Otto, „einer der besten humoristischen Chore", dessenStudium aber „viel Schweiß kosten wird"; „Stndentengruß" von Berner,„alter Spaß, der bisher immer sehr schleppend gesungen wurde, anfangsschütteln mehrere, die da glauben, nur wie sic es seit 10 Jahren gesungen, seics gut und richtig, die Köpfe, bald überzeugt mau sich aber von der Nichtig-keit deS von mir applicirteu Tempos"; „Der frohe Wandersmann" vonMendelssohn, „cs geht wie ans der Schnur, die Sänger versichern, sogefiele ihnen der Mcndclssohn'sche Chor" rc.
Das größte Verdienst erwarb Herbcck sich um die herrlichen SchöpfungenFranz Schubcrt's. Die Pflege der Werke dieses größten Genius, der inner-halb der Mauern Wicu's erstanden, wurde zur Zeit, als Herbeck auf de»Schauplatz der Oeffeutlichkcit trat, ganz und gar vernachlässigt. Man kannteeben nur Schubert, den Licdereompouisten; die vielen herrliche» Prodncteseiner unerschöpfliche» Phantasie, wie seine großen Werke für Orchester undChor, waren — mit wenigen Ausnahmen -— in Wien ebenso wie in Deutsch-land unbekannt, weil sie, nicht einmal als Mauuscriptc geachtet, in Archivenund Rumpelkammern in Staub zu zerfallen drohten. Daß man von Schubertals dem Componisten so vieler herrlicher Mäunerchöre nirgends auch nur eineÄhnnng hatte, dafür zeigt am deutlichsten das treffliche, in diesen Blätternbereits citirtc Buch über die Entwicklung des Münuergcsauges von OttoElben (1855), in welchem der Verfasser über Schubert als Componistenvon Männerchören nicht mehr als die wenigen Worte zu sagen weiß: „Unterseinen unsterblichen Werken befinden sich einige für mehrstimmige» Münner-gcsang." H Auf dem Repertoire des Wiener Männer-Gesang-Vercincs standbis ^um Jahre 1857 nur ein kleiner Theil der Chorschöpfnngen Schubcrt's.Es waren dies: Mondenschcin, Gondelfahrer, das doppelchörige Schlachtlied,Nachtgesang im Walde, Widerspruch, Nachthelle, Hymne, die Nachtigall, Natur-genuß, Psalm und ein Gradnale. Hcrbeck war eS, welcher die empfindlichenLücken des Schubert-Repertoires ausfüllte. Den Anfang machte er mit dem„Gesang der Geister über den Wassern". Dieses großartige Stück war inWien -ein einziges mal öffentlich zu Gehör gebracht worden u. zw. in einervon der „Gesellschaft adeliger Frauen zur Beförderung des Guten und Nütz-lichen" im Kärutnerihor-Thcater am 7. März 1821 veranstalteten Akademie.Anstatt mit großem Chor war das Stück nur mit acht Stimmen besetzt, undmau kan» sich daher leicht vorstcllcu, daß nicht nur nichts von der demselben
y S. 231. Herr Or. Elben schreibt darüber au den Verfasser dieser Biographie:„Leider habe ich damals, wie alle Welt, auch Schubcrt's Couipositioucn für den Männer-gesaug »och nicht gekannt."