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Johann Herbeck : ein Lebensbild
Entstehung
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68 t I>06 pulelwrrimum 0M8, guock äi§uum 6886 t, 0PN8 uominnri Nornrti/Bald schien der Knabe jedoch zur Einsicht gekommen zu sein, daß er, um biszur Größe Mozart's zu gelangen, noch einen sehr weiten Weg zurückzulegcnhabe, den» alles wurde bis auf ,v 60 Arntia.8° dick dnrchstrichen.

Dieser Meister war sein erstes Ideal. Dem Studium seiner Werke gaber sich bald mit Feuereifer hin, und lange bevor er noch mit Beethoven undSchubert Bekanntschaft geschlossen, kannte er seinen Mozart durch und durch.Als ihm der Mitschüler Lauer, dem er sich, da derselbe ebenfalls musikalisch war,eng angcschlossen hatte, nach den Ferien des Jahres 1845 ein Bildniß Mozart'szum Geschenke brachte, kannte seine Freude darüber keine Gränzen. Das Bilderhielt, wie ein Heiliger, einen Platz oberhalb seines Bettes.

Johann war ein sehr fleißiger Student. Das Studium der lateinischenSprache machte ihm keine Schwierigkeiten; unterstützt von seinem ausgezeichnetenGedächtnisse und angespornt von einem unermeßlichen Ehrgeize, brachte er es indieser, wie in allen anderen Disciplinen bald zu großer Fertigkeit. Leider sinddie Schulzeugnisse über die Unter-Gymuasialclassen verloren gegangen, jedochläßt die noch vorhandene ausgezeichnete Qnalifieirnng seiner in der 5. und6. Elasse (cinartn und tortia nach deutschem Shstcm), gemachten Fortschritte,wie die übereinstimmenden Mittheilnngen der noch lebenden College» Herbeck'seinen Zweifel über diese Annahme nicht anfkommcn. Eine noch vorhandene Kartedes Königreiches Preußen, die der Knabe in jener erste» Stndicnepoche für eineSemestral-Prüfnng verfertigte, zeugt z. B. von einer großen Gewandtheit imZeichnen. An den Rändern des Blattes sind die Emblemen des Krieges, desHandels und Ackerbaues, sowie die Bildnisse hervorragender Förderer deutscherGröße, geschmackvoll grnppirt, angebracht: lauter fein ansgeführte Federzeich-nungen, welche als Beweis eines ausgebildeten Fvrmgefühles und eines beson-deren Fleißes gelte» können. Er fühlte eben zu einer Zeit, da er die Wahl einesLcbensbernfes noch nicht getroffen hatte, schon den Drang in sich, irgend etwasHervorragendes zu leiste», und, wie er in späteren Jahren äußerte, den festenWillen, welches Gebiet immer er betreten würde, es zu einer bedeutendenStellung im Leben zu bringen.

In der Musik ging cs rasch vorwärts. Durch die fortgesetzte Hebungentwickelte sich seine biegsame und kräftige Sopranstimmc zur höchsten Blüthe,und es erscheint daher ganz natürlich, daß alle in der Kirche anSznftthrendenSopran-Soli von ihm vorgctragcn wurden. Da er alles n vwkn sang, so fielendie Wiederholungen, welche die anderen Knaben in den Singstunden zu machenhatten, bei ihm weg, nnd er konnte daher während derselben abwechselnd jenach Bedarf Violine, Viola oder Violoncello welch' letzteres Instrument erseines elegischen Tones halber besonders liebte spielen. Es ist kaum begreiflich,daß der Knabe diese Instrumente, zu deren Studium andere Jahre bedürfen,in verschwindend kurzer Frist, ohne bedeutende fremde Anleitung, spielen lernte.Da der Präfect strenge darauf sah, daß mit Ausnahme der Sing- und Erholnngs-