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Johann Herbeck : ein Lebensbild
Entstehung
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Erziehung des Sohnes zu sorgen, die Aufnahme desselben in dos Stift beimPrälaten erwirkte. H

Der Orden der Cistcrcienser wurde im Jahre 1098 zn Cistcrz in Frank-reich gegründet. Als der Sohn des Biarkgrafen Leopold des Heiligen, Otto,der seine Ausbildung in Paris genoß, das Kloster Moirmnnd i» Bnrgnndbesuchte, fühlte er sich von der frommen Lebensweise der Mönche derart angezogcn,daß er seinen Vater bat, er möge einigen derselben gestatten, sich in Oesterreichnicdcrznlasscn. 1134 kamen wirklich zwölf Cistcrcienser nach Sattelbach?), und zweiJahre später wurde der StistSbricf für das Kloster nuSgefertigt. Wie die meistenKlöster war auch Heiligenkrenz in früheren Zeiten eine Stätte, wo Kunst undWissenschaft eine anftnerksamc Pflege fanden. Wie sehr die Heiligenkrenzer Möncheals Gelehrte geschützt waren, beweist der Umstand, daß die bei St. Nikolaus inWien errichtete theologische Lehranstalt mit Professoren, welche diesem Klosterentnommen wurden, besetzt war und daß, als König Ludwig I. in Ofen eineUniversität errichtete, er auch einige Geistliche aus Heiligenkrenz als Professorendahin berief. Viele Männer, welche später in Kunst und Wissenschaft Hervor-ragendes geleistet, wie der berühmte Raphael Donner, ferner, wie schonerwähnt, Georg HellmeSbcrgcr waren Schüler des dortigen ConvicteSN)

Heiligenkrenz liegt vier Meilen südwestlich von Wien in einem anmnthigcnWaldthale des Wienerwaldes, ungefähr gleich weit entfernt von Blödling wievon Baden. Die ausgedehnten StiftSgebände selbst liegen zwischen dem Ein-flüsse des Durnbachcs und BnchlbacheS in den Satteldach, hart am Fuße desFranz- und des kleinen Bodenbcrgcs. Dem Zeitenstnrme durch Jahrhundertetrotzend, ragt dieses Kloster als ein Zeuge mittelalterlicher Bildner- und Bauknnst in die Reuzeit, und vergegenwärtigt nnS durch den Ilmstand, als sich hierdie Begräbnißstätten der Babenberger befinden, ein rühmliches Stück öster-reichischer Geschichte. In dem an der Ostseite der ausgedehnten Baulichkeiten

tz Der folgenden Darstellung diente als Quelle: Malachias Koll, Das Stift Heiligen-kreuz, Wien 1831, ein unkritisches, aber für den vorliegenden Zweck genügendes Buch : fernerMittheilnngen der Mitschüler Herbeck's und zwar der Herren: Sigmund Sylvester, LudwigKöppclhofcr, Karl Stiasny, Karl Lauer und des Don Bernhard Zanetti, welcherzur Zeit, als Herdcck in Heiligenkrenz stndirtc, Clcrikcr daselbst war. Die Kenntnis; derNamen der Genannten (mit Ausnahme Shlvester's) verdanke ich der Güte des Cistereienscr-Priesters und Professors an der Wiener Universität, Herrn Dr. Wilhelm Ncnmann. Dadie Schnlkataloge des Klosters nicht mehr anfzntreibcn waren, so hatte diese Mitthcilnngfür den Berfasscr einen besonderen Werth. Allen den Genannten sei für ihre kräftige Unter-stützung der herzlichste Dank gesagt.

2) So hieß das Kloster bis 1187. Herzog Leopold VI. machte in diesem Jahre einenans Palästina mitgebrachtcn Krenzpartikcl dem Kloster znm Geschenke, in Folge dessen derName Satteldach in Heiligenkrenz umgcändcrt wurde.

3) Nicht uninteressant mag die Erwähnung des Umstandes sein, daß der Sohn deskaiserlichen Hofcapcllmeisters Rentier unter dein Namen Marian II. Abt des Stiftes war.Er starb 1805. Pohl (Haydn I. S. 43) verinnthet, daß er in kindlichem Alter ein täglicherSpielgenosse Haydn's gewesen.