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Die Beziehungen zwischen Nase und weiblichen Geschlechtsorganen : in ihrer biologischen Bedeutung dargestellt
Entstehung
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dauern pflegte und sehr reichlich, manchmal abundant war. Diesmaldauerte die Periode nur 1Tage. (Patientin brauchte eine Bindestatt wie gewöhnlich ein Dutzend!)

Das llesultat der völligen Schmerzfreiheit und der Verminderungder Blutausscheidung hat sich bis heute erhalten.

Ausserdem hat sich der durch das Keilbeinempyem bedingte,zuletzt ganz unerträgliche rechtsseitige Kopfschmerz völlig verloren,und die Patientin kann mit dem rechten Auge wieder feinste Schrift lesen.

Bemerkenswerth ist, dass hier nur die rechte Nasenhöhle Ge-genstand der Behandlung war und ferner, dass nicht nur dieSchmerzen aufgehört haben, sondern dass auch eine beträchtlicheReduction der Dauer und der Blutmenge stattgefunden hat.

Ich betone noch einmal, dass bei dieser Patientin die Mensesinfolge der infectiösen Nasenveränderung von vorn ehe reinschmerzhaft waren.

Aber diese Krankengeschichte hat noch eine lehrreiche Fort-setzung.

Am 10. October 1894 kommt die Kranke mit der Klageüber Schmerzen im rechten Oberarmgelenk und in der rechtenInfraclaviculargrube. Diese Schmerzen bestehen über sechsWochen. Damals, Ende August, sollten die Menses ein treten, ver-zögerten sich ein paar Tage, und statt dessen erschienen die Schmerzen.

Der nächste Menstruationstermin fiel auf den 1. October.Die uterine Blutung blieb aus. Dafür erschien ein Flimmerscotom(ohne nachfolgende Migräne). Die Menses sind bis zum Tage derBeobachtung (10. October) noch nicht eingetreten. Die rechte untereMuschel ist stark gebläht. Sie wird isolirt cocainisirt mit demErfolge, dass die Arm- und Infraclavicularschmerzen nach etwa fünfMinuten wie fortgewischt sind. Darauf wird die rechte untereMuschel mit Trichloressigsäure geätzt. Vom Moment derAetzung an bleiben die Schmerzen dauernd fort.

Hier ist also aus unbekannter Ursache die Periode verzögert. Dermenstruelle Vorgang hat aber doch auf die Nase gewirkt, eineMuschelschwellung rechts hervorgebracht, als deren Folge, wie dergelungene Cocainversueh beweist, die Armschmerzen auftraten*).

*) Dass Arm- und Intercostalsckmerzen eine häufige Folge nasaler Störungensind, weiss jeder, der sich mit dem Symptomencomplex der nasalen Reflexneurosegenauer bekannt gemacht hat. Ich habe vorgeschlagen, mit diesem Namen einSymptomenbild zu belegen, das in seiner charakteristischen Gruppirungfür die Nase als den Ort seiner Entstehung völlig pathognomonisek ist. In