bei denen niclit der allergeringste Grund zu der Annahme einespalpablen Leidens der Genitalien vorlag, oder Frauen, bei denendie gynäkologische Untersuchung vollkommen negativ ausfiel.
Um ein Experimenten crucis zu veranstalten, habe ich beieinem jungen Mädchen,*) wo die Periodenschmerzen (im Bauch)mit dem Bluteintritt wie abgeschnitten waren, ebenfalls die Cocain-Probe ausgeführt. Sie ist ohne jeden Einfluss auf die Schmerzengeblieben.
Auch eine Hysterica Frl. N . . . . n, die über „colossale“Schmerzen bei der Periode klagte und durch ihr Geschrei einganzes Haus in Aufruhr setzte — die gynäkol. Untersuchungwurde verweigert — hat auf die Cocain-Probe gar nicht reagirt,obwohl sich die Patientin viel davon versprach, denn ihre Cousinewar glänzend von Dysmenorrhoe durch nasale Behandlung befreitworden.
Diese beiden Fälle, die einzigen negativen, welche mir geradevorgekommen sind, bestätigen nur den selbstverständlichen Satz,dass nicht alle Dysmenorrhöen von der Nase ab-hängig sind.
Wir haben bisher nur von der Cocainprobe bei Dysmenorrhoegesprochen. Jetzt müssen wir der Fälle gedenken, die, ohne derProbe vorher unterzogen zu sein, dennoch durch nasale Therapieihre Beschwerden bei der Regel verloren haben.
Wir wollen sie in solche eintheilen, die ihre Beschwerdenwenigstens annähernd bis auf die Pubertätszeit zurückführen können,und solche, welche dieselben erst später erworben haben. Auch diebisherigen Krankengeschichten haben uns ja bereits diese beidenKategorien unterscheiden lassen. (Entwicklungsdysmenorrhoe: FälleNr. 5, 6, 11, 12. Erworbene Dysmenorrhoe: Fälle Nr. 7, 8, 9,10, 13, 14, 15, 16.
Auf diese Weise kommen zu den 12 erwähnten Fällen noch19 andere hinzu, so dass im Ganzen bei 31 Fällen die Dys-menorrhoe von der Nase aus beseitigt wurde.
*) Es bestand hier wahrscheinlich die mechanische Form der Dysmenorrhoe,wie bereits aus der Symptomatologie („Die Schmerzen hören mit Eintritt dermenstruellen Blutung auf -1 ) zu vermuten war.