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Die Beziehungen zwischen Nase und weiblichen Geschlechtsorganen : in ihrer biologischen Bedeutung dargestellt
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Patientin am 25. November 1895 überwiesen. Sie befand sich damals amfünften Tage des Unwohlseins. Ich stellte eine linksseitige Siebbein-und Kieferhöhlen-Eiterung fest und amputirte sofort, nach gelungenemCocainversuch die linke mittlere Muschel, welche stark hyperplastischentartet war. Der Erfolg dieses Eingriffes war, dass die Menses vomAugenblick der Operation an aufhörten, ebenso wie dieSchmerzen in Kreuz und Hypogastrium. Uebelkeit und Schweiss sind vondemselben Tage an dauernd fortgeblieben.

Am 9. December wurde von der Eossa canina aus die linkeKieferhöhle e r öifnet. Nun schwanden auch die Kopfschmerzen und derSchwindel.

Das nächste Unwohlsein am 19. December ging mit geringfügigenKreuz- und Leibschmerzen einher, ohne Kopfschmerzen, Schwindelund Erbrechen und dauerte fünf Tage. Der Blutverlust war gering.Es werden jetzt die Genitalstellen der rechten und linken Nase geätzt.

Die nun folgende Menstruation am 13. Januar (3 Tage zu früh)trat ohne Schmerzen ein. Indessen, in der Nacht vom l(i. zum 17.wurde die Patientin durch Kreuzschmerzen geweckt, die nach einigenStunden vergangen waren. Diesmal dauerte die Blutung, wenn auchin geringem Umfang, 8 Tage an. Als Ursache für diese Störung ergabsich Granulationsbildung an der Operationsöffnung der Kieferhöhle, diedadurch blockirt und der Ausspülung unzugänglich geworden war.Dieser Befund konnte erst am 20. Februar, wo die auswärts wohnendePatientin wieder zur Ordination erschien, festgestellt und dann dasHindernis beseitigt werden. Zugleich wurde ein am Hiatus semilunaris inFolge der Eiterstauung gewucherter Polyp entfernt. Er war wohl dieUrsache, dass die menstruelle Blutung im Februar fünf Tage zu spät (15.Februar) erschienen war, und dass noch, allerdings leichte Kreuz- undBauchschmerzen die Kegel (5 Tage spärliche Blutung) begleiteten.Es wurden jetzt die Genitalstellen der Nase einer Electrolyse unter-zogen, und das nächste Unwohlsein (am 15. März), das nach 29 Tagenerschien, war abgesehen von einem geringen Ziehen über der Symphyse,welches mit dem Bluteintritt aufhörte, völlig schmerzlos, von fünf-tägiger Dauer, recht geringfügiger Blutung und ohne irgend welcheweiteren Beschwerden.

Die Kieferhöhlen-Eiterung ist zur Zeit noch in der Ausheilungbegriffen.

Patientin wurde am 30. März 1896 in diesem Zustande in derUniversitäts-Frauenklinik den Herren Dr. Ileuck, Dr. Koblanck undProf. Winter vorgestellt.

Die Cocainprobe ist also zwölfmal mit dem positivsten Er-folge ausgefiilirt worden. Es geschah dies stets in Fällen, wo dieSchmerzen den Bluteintritt überdauerten. Diese Fälle charakteri-sirten sich ausserdem dadurch, dass sie entweder Virgines betrafen,