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Die Beziehungen zwischen Nase und weiblichen Geschlechtsorganen : in ihrer biologischen Bedeutung dargestellt
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von da in die Körperinnervation übergeführt,convertirt (Freud)*)und wird durch kein Cocainexperiment beseitigt. Gerade in An-sehung solcher Fälle möchte ich schon hier betonen, dass ich denCoca'inversuch nur dann als positiv ansehe, wenn er die dys-^ menorrlioischen Schmerzen ganz oder bis auf minimale Spuren auf-hebt. Er muss ersichtlich eine ganz neue Situation in dem Befindender Kranken schaffen.Es ist alles wie fortgeblasen,ich fühlemich wie neugeboren,mir ist jetzt, als hätte ich mir meine früherenSchmerzen nur eingebildet:ich spüre höchstens noch eine leiseMahnung: das sind die Ausdrücke, in denen man die Krankenreden hört, wenn die Coca'inisirung wirklich erfolgreich war.

Wir haben schon erwähnt, dass man zurDysmenorrhoe-Probedie Genital st eilen der Käse cocainisirt.**) An ihre vollkommeneAnaesthesirung ist der Erfolg gebunden, der gewöhnlich in 58Minuten eintritt. Streicht man das Cocain in andere Theile derNase, ohne dass man die genannten Stellen berührt, so bestehen diedysmenorrhoischen Schmerzen auch bei nasaler Ursache ganz un-verändert weiter. Davon habe ich mich viele Male überzeugt.Also nicht die ganze Nasenhöhle, sondern nur die unteren Muschelnund die tubercula septi haben eine specifische Beziehung zum dys-menorrhoischen Schmerz.

Das wird aber noch durch eine zweite Thatsache erwiesen.Verätzt man die Schwellkörper an den Genitalstellen, wozu häufigdie Trichloressigsäure, manchmal aber erst die Galvanokaustikoder die bipolare Electrolyse ausreicht, so beseitigt man dadurchdauernd die nasale Dysmenorrhoe. Auch hier ist der Behand-lungserfolg an die Therapie der specifisclien (i. e. Genital-) Stelleni'ebunden. Verätzung' anderer Partien der Nase übt keinerlei

Verätzung

Einfluss auf die Schmerzen bei der Regel

aus.

Es ist mir öfters von Collegen bei der Demonstration der ebenbeschriebenen Coca'inprobe der Einwand gemacht worden, es könnesich dabei um einen allgemeinen schmerzstillenden Einfluss desCocains handeln. Ein solcher Einwand sollte eigentlich nicht er-hoben werden. Denn dem Cocain, das durch Resorption in die

*) Vgl. Breuer und Freud: Studien über Hysterie. Wien 1895.

**) Geschieht zweckmässig so, dass man im Speculum die Genitalstelleneinstellt und dann mit einem im Züngelchen gefassten winzigen Wattebauschbestreicht, der vorher in 20% Cocai'nlösung getaucht wurde.