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Die Beziehungen zwischen Nase und weiblichen Geschlechtsorganen : in ihrer biologischen Bedeutung dargestellt
Entstehung
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Fall 2.

Fall 3.

Fall 4.

Der zweite Fall, Frau K.r, betrifft eine 46 jährige

Frau, bei der seit drei Jahren die Menstruationspause sich auf zweibis drei Monate verlängert hat und die wegen rechtsseitiger Keilbein-erkranknng bereits vor 8 Tagen operirt war, als plötzlich, ebenfallsaus beiden Nasenhöhlen nachts eine eontinuirliche Blutung erschien,derentwegen baldigst tamponirt werden musste. Es waren gerade fünf'Wochen seit Beginn der letzten Menstruation verflossen; aus derScheide war tags zuvor wässrig-blutige Ausscheidung erfolgt. Diesehörte auf*, als die Nase zu bluten begann. Die Nasenblutung dauertetrotz Hydrastis in abnehmender Stärke vier Tage.

Auch hier ist die Yerfriiliung eine relative.

Bei der dritten Patientin, Frau Gr. . . . s-W.n (siehe

Krankengeschichte Nr. 20) beträgt das Periodenintervall immergenau 28 Tage. Bei ihr wird eine linksseitige Adhäsion in derNase getrennt und eine Aetzung der linken mittleren Nasenmnsclielvorgenommen. Am Abend desselben Tages, ungefähr fünf Stundennach dem Eingriff', beginnt die Nase zu bluten, die Blutung hält biszum nächsten Morgen an und hört in dem Augenblick auf, wo die regu-läre Periode erschien: Fünf Tage zu früh, ein Ereignis, das die

Kranke aus ihrem ganzen früheren Leben nicht kannte.

Bei der vierten Kranken, Fräulein L.e, tritt fünf Tage

nach Aetzung cler Genitalstellen in der rechten Nasenhälfte die vica-riirende Epistaxis ein, die am nächsten Morgen durch die menstruelle,um sechs Tage verfrühte uterine Blutung abgelöst wird. Auch hierist der verfrühte Eintritt der Periode aus der vorgängigen Zeit ohneBeispiel.

Im fünften Fall, Selma Z . ... e, wird bei einem 30jährigen Dienst-mädchen die Nase sondirt. Sie hat in ihrem 18. Jahre an Magen-schmerz und Dyspepsie gelitten, welche sich besserten, als im 19. Jahredie Periode erschien. Seit jener Zeit besteht aber Appetitlosigkeit,Stuhlverstopfung, Menstruationsmigräne und Dysmenorrhoe. Die Mensessind immer genau 28tägig. Zum grossen Erstaunen der Kranken tre-ten aber zwei Tage nach jener Nasensondirung diesmal (25. Nov. 1894)die Katamenien schmerzlos bereits nach drei Wochen ein und dauernnur zwei (statt drei) Tage. Es scliliessen sich aber mehrtägige Kopf-schmerzen an, und am 1. Dec. erscheint eine typische Migräne. Am2. December also genau an dem eigentlichen Menstrnationstage,wenn das reguläre 28tägige Intervall zu Grunde gelegt wird ent-ferne ich den vorderen Tlieil der rechten mittleren Muschel, der ge-waltig hypertrophisch ist. Auf diesen gewöhnlich mit ganz geringemBlutverlust auszuführenden Eingriff erfolgt eine enorme Nachblutung,die bis zum nächsten Morgen andauert. Dann Wohlbefinden. Kopf-

* nach einem Tage, statt wie sonst nach fünf Tagen.