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sclien wollte. Die Entfernung vom ostium urethrae bis zum Endedes Blindsackes betrug 1 Zoll. An die Eierstöcke erinnerte höch-stens ein kleiner, anscheinend drüsenartiger Körper, der aber inder linken Wand der Vagina sass. Die äusseren Geschlechtstheileboten nichts abnormes.“
Die erwähnten Ersatzblutungen aus der Nase bei entfernten odernicht vorhandenen Uterus und Ovarien gehören ohne Frage demMenstruationsprocess an. Sie beweisen, dass in diesem Processdie monatliche Uterusblutung nur ein Glied in der Kette ist; dassdieser Process ohne das Functioniren, ja ohne das Vorhanden-sein der eigentlichen Zeugungsorgane im Körper vor sich gehenkann. Es soll natürlich nicht bestritten werden, dass bei norma-len Verhältnissen eine gewisse Abhängigkeit des Menstruations-vorganges von den Zeugungsorganen besteht. Nur muss seineExistenz noch in anderen Einrichtungen des weiblichen Körpersso tief begründet sein, dass er sogar den Verlust dieser Organenoch lange überlebt.
Auch hierfür werden wir in den späteren Betrachtungen weitereAnhaltspunkte gewinnen.
Wir müssen jedoch zuvor noch einer anderen Besonderheitder nasalen Ersatzblutungen gedenken.
Wir verfügen über fünf eigene Beobachtungen, in denen nachnasalen Eingriffen die Periode zu früh erscheint. In vier vondiesen fünf Fällen ist sie vergesellschaftet mit vicariirender Nasen-blutung, im fünften schliesst sich eine colossale Nasenblutung aneinen Eingriff an, der an dem Tage gemacht wurde, wo eigent-lich erst die Periode zu erwarten war.
Im ersten Falle, Frau Dr. L. . y, handelt es sich um eine Fall l.24jährige Frau, deren Menses in Pausen von 5—8 Wochen kommen,und der wegen häufiger Migränen eine Nasenät.zung (tub. sept. dextr.)erfolgreich applicirt wurde. Neun Tage später tritt, diesmal genaunach Ablauf von 4 Wochen, die menstruelle Uterusblutung auf. Siedauert aber nur l 1 ^ Tage (statt sonst 7 Tage) und gerade mit ihremNachlass fängt eine heftige Epistaxis an, die energische Tamponadeerfordert. Die Blutung kam aus beiden Nasenhöhlen und hatte mitder vor 10 Tagen gemachten lediglich linksseitigen Aetzung keinenanatomischen Zusammenhang.
Die Menstruationsblutung war für das gewöhnliche Intervallder Patientin verfrüht.