bildet convient mit dem Hilfszeitwort avoir', vgl. Enf. Og. 4291 ; Ch.cygne 13820; Froiss. Poés. I, 121, 1187.
2. Estuet.
Estuet, dessen Etymologie immer noch zweifelhaft ist, hat, woes vorkommt, die Bedeutung „opus est“. Es erscheint immer inder 3. P. Sg. und bis auf einen besonders zu erörternden Fallsubjektlos derart, dafs der Gegenstand, der als nötig bezeichnetwerden soll, im Akkusativ steht.
Dieser Akkusativ ist sicher bezeugt durch die Form des kon-junktiven Personalpronomens in den Stellen Cligés 2648 : Mes ildit que moût l' estuet jante Et hele et sage et riche et noble Qui dameiert de Costantinoble; BCondé 271, 104: Car trop l’estavroit bien aprisQui diroit si biel et si gent Qu’il pleuist a toute la gent (dieses wie dasvorangehende Beispiel mit L' = illum bezw. illam als Beziehungsworteines folgenden Relativums hätte auch unter I, 3 e angeführt werdenkönnen); Ch. II esp. 10725: Or en pensés, k'ü I' estuet bien.
Im Reime finden wir den Akkusativ Eneas 8515: N’i estuet altreprovenient', im Innern des Verses ib. 8175: Il en estuet deus en un copie.
Die einzige Stelle, wo statt des Akkusativs ein Nominativ er-scheint, ist Rol. 295: Si ’n ai un filz, ja plus bels ríen estoet. Esscheint hier estoet auf ein Subjekt bezogen zu sein. Doch hat manes wohl mit einem Fehler in der Ueberlieferung zu thun ; für dass von bels wird man den anglonormannischen Kopisten verantwort-lich machen dürfen, sodafs man zur Streichung dieses j berechtigtist, welche schon in der editio princeps des Roland von FrMichelfür geboten erachtet wurde. Einen Akkusativ Pluralis aber in belsanzunehmen läfst der Zusammenhang nicht zu, der derselbe istwie Jourd. BI. 21 : Un fil i orent, plies bel ne convint iestre. — Estuetkam, wie es scheint, noch etwas früher aufser Gebrauch als convientmit dem Akkusativ.
3. Afiert.
Die Frage, ob aferir in demselben Sinne wie convenir undestovoir subjektlos gebraucht werde, ist zu bejahen, wie ich glaube.Doch ist das Material zur Entscheidung der Frage ziemlich spär-lich. Ein Akkusativ des konjunktiven Pronomens, der die Sacheüber allen Zweifel erheben würde, ist mir nirgends begegnet. Nichtentscheidend wegen der mehr oder weniger mangelhaften Sauber-keit der Flexion der Texte, denen sie entnommen sind, sind dieStellen JCondé I, 7, 208: A tel dame ajferroit ami, .1. preu et vail-lant bacheler', Cleom. 8540: Cleomadés dist que lone plait N’afiert pasa cele requeste', Ren. 17953 : D 2 afiert moult grant esgart; Barb.-Méon III, 74, 148: Sire, ci ríafiert plus lonc conte', Blanc. 2496: Multi afiert grant y retage, Viles et castials et cités. Anders aber stehtes mit Stellen, in denen das neutrale Relativum que vor dem un-bestimmten il mit folgendem afiert steht, wie joinv. 671: ce que ilaffiert a la crestientei ; Froiss. Poés. II, 43, 1444: De ce qu’il affiert