Für die Impersonalia, für die wir trotz der vom logischenStandpunkte aus etwa zu machenden Einwendungen die Bezeich-nung „subjektlose Verba“ gebrauchen wollen, ist durch die vonhervorragenden Gelehrten mehrfach versuchte logische Wertungderselben ein Interesse geweckt worden, welches den Versuch recht-fertigt, das für dergleichen Erörterungen in Betracht kommendesprachliche Material wenn auch nur in Hinsicht auf einen be-stimmten Teil eines beschränkten Gebietes grammatisch vollständigerzu fixieren als es bisher geschehen ist. Subjektlose Konstruktion imAltfranzösischen ist kaum irgendwie ausführlicher behandelt worden.Auch auf diesen Blättern soll nur ein unten näher zu bestimmenderAbschnitt aus diesem an Schwierigkeiten reichen Kapitel der Syntaxdes Altfranzösischen gegeben werden.
I. Vorbemerkungen.
I. Subjektlose Verba nennen wir solche, die ohne bestimmtesSubjekt auftreten und den Gedanken eines bestimmten Gegen-standes , der als Subjekt des durch sie bezeichneten Thuns oderSeins zu gelten hätte, ausschliefsen. Im Altfranzösischen sind diesubjektlosen Verba, was ihren Inhalt anbetrifft, zweifacher Art. Dieeinen sind für sich allein hinreichend, einen Satz zu bilden ; dieanderen erfordern eine nähere Bestimmung, die den Inhalt der-selben zu einem Satze ergänzt. Zur ersten Klasse gehören Aus-drücke wie avesprist, pluet , überhaupt die meteorologische Vorgängebezeichnenden Verba. Die zweite Klasse umfafst einerseits transitiveAusdrücke wie (■ y) a und fait (IV, i), die als solche immer einenAkkusativ des Objektes erfordern, andrerseits Intransitiva, derennähere Bestimmung im Einzelnen verschieden ist. Von letzterenverlangen einige eine adverbiale Bestimmung wie z. B. convient „esergeht“, das stets ein Adverbium bien, mal oder comment neben sichhat, abgesehen von einem Dativ der Person, der es gut u. s. w.„ergeht“. Eine andere Gruppe von subjektlosen intransitiven Verbenwie ( re)membre , souvient , enuie, chaut verlangen einen Dativ der Person,in welcher der betreffende psychische Akt bezw. Zustand stattfindet,und die Verbindung der Präposition de mit dem Gegenstände, derdie erregende Ursache dieses Aktes bzw. Zustandes bildet. Nochandere Verba, wie convient „es ziemt sich“, erfordern einen Akku-sativ des Gegenstandes, der als Träger des durch sie aus-gedrückten Seins erscheint. Abgesehen ist hier überall von dem
X