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Zur Psychologie der logischen Grundthatsachen
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schiedenen Bewegungsarten, zu welchen sie uns Veranlassung geben,unterschieden werden. Auch die Zahlen, insoferne sie im Nebeneinanderuns bewusst werden, d. h. bis zu jener sehr nahen Grenze, bis zuwelcher wir sie auf den ersten Anblick unterscheiden, dürften fürden Menschen zuerst insoweit in Betracht kommen, als verschiedeneäußere Objecte unsere Reaction gleichzeitig in Anspruch nehmenkönnen. Gegen 2 oder ll Feinde können wir uns zur Noth auf ein-mal und mit Unterscheidung ihrer Besonderheit wehren. Manwird deshalb finden, dass scheinbar sehr abstracte Begriffe, wieNah und Fern, einfach durch Innervationsvorstellungen der Augen-muskeln, wie sie den verschiedenen Graden der Accommodations-thätigkeit dienen, anschaulich repräsentiert werden. Der Begriff:»Entfernter Gegenstand« wird durch ein Gefühl der Anstrengung desAuges fast vollständig veranschaulicht werden. Ein unbestimmterfarbiger Fleck mag dann hinzutreten. Der Begriff: »Ein Paar« wirdzu seiner Veranschaulichung einerseits die Vorstellung zweier Ein-heiten, andererseits das Gefühl der getheilten Aufmerksamkeit er-fordern. Wie wesentlich das letztere ist, geht schon daraus hervor,dass z. B. ein geknickter Stab, je nachdem jene Theilung stattfmdetoder nicht, die Einheit oder auch die Zweiheit repräsentieren kann.

9. Wenden wir uns nun zu den Relationen der Ähnlichkeit.Auf den allgemeinen Gesichtspunkt, der diese Theorie vom biologi-schen Standpunkte stützt, wurde schon im II. Abschnitte hinge-wiesen. Dort wurde in Kürze ausgeführt, dass der Mensch ursprüng-lich nur zur Unterscheidung solcher Wahrnehmungen Veranlassunghat, auf die eine verschiedene Reaction erfolgen kann. Auf dieseWeise, meinten wir, wird zuerst die unendliche Mannigfaltigkeit deräußeren Welt unter eine endliche Zahl von Rubriken gebracht,wobei die naturgemäß beschränkten Reactionsmöglichkeiten desmotorischen Sj^stems als der limitierende Factor sich darstellten.Thiere z. B. werden zuerst daraufhin unterschieden worden sein, obman sie fliehen oder aufsuchen soll u. s. w., wobei etwa die Gefühleder Furcht und Freude die Rolle eines verlässlichen Index gespielt habenwerden. So ist die Gleichheit der Gefühle zunächst charakteristischfür die Gleichheitsrelation. Indem nun unser Reactions- und infolgedessen auch unser Perceptionsvermögen sich differenziert, wird ausder Gleichheit die Ähnlichkeit. Je mehr die Bedürlnisse sich ver-mehren und verfeinern, desto mehr und feinere Unterschiede werdenvon praktischer Bedeutung, und desto mehr und feinere Nuancenwerden deshalb auch unterschieden. Allein dessenungeachtet werden

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