Vorbemerkung.
Die nachstehenden Erörterungen knüpfen sich in logischer Folgean einen Grundgedanken: die Abhängigkeit des discursiven oderbegrifflichen Denkens von der Sprache. Zu diesem Grundgedankenwar ich selbständig gelangt, bei seiner Ausführung aber hatte ichdie Freude, in gar vielen Punkten mit den Ansichten älterer undneuerer Denker übereinzustimmen. Dieselben sind, soweit sie mirbekannt wurden, gewissenhaft berücksichtigt worden. Jedoch wirdein Blick auf die Anmerkungen gewiss darthun, dass bei dieserBerücksichtigung Vollständigkeit weder erreicht, noch überhauptangestrebt werden konnte. Bin ich mir doch bewusst, dass dieAuslese der angezogenen Autoren in hohem Grade von Vor-bildung, Studiengang und vielen , anderen Zufälligkeiten abhängt.Infolge dessen hat die folgende Abhandlung vielleicht einen etwasungleichmäßigen, stellenweise mosaikartigen Charakter angenommen.Trotzdem hoffe ich, dass die selbständige Auffassung des Grund-gedankens durchwegs erkennbar geblieben ist. Es musste auf zahl-reiche Nebenfragen eingegangen werden: auch in Betreff dieserwird wohl die Scheidung von eigenem und fremdem Gute keineallzu schwierige sein. Übrigens wäre es kein gutes Anzeichen, wenneine Ansicht Uber eine derartige Materie, die sozusagen scmpcr,zibique et ab omnibus tractabatur, sich nicht in vielen Punkten mitden Meinungen bedeutender Vorgänger berühren würde.