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Zur Psychologie der logischen Grundthatsachen
Entstehung
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IV. ABSCHNITT.

Satzverbindung und Schluss.

1. Auch wer alles vorhergehende billigen würde, könnte leichtmeinen, dass wir an einen Punkt gelangt sind, wo unser Ableitungs-princip den Dienst versagt. Er könnte etwa sagen: Auch der Ein-zelne , den du mit noch so hohen Erkenntniskräften ausstattenmagst, wird, so lange er nicht allwissend ist, d. h. so lange ihmnicht die Zukunft und die Vergangenheit ebenso deutlich vor Augenliegt wie die Gegemvart, einen zeitlichen Fortschritt seines Denkensnöthig haben. Auch in ihm müssen die Gesammtvorstellungenwechseln. Auch er wird seine Kenntnisse von den unmittelbargegebenen Daten der Sinne auf das Gebiet des Unbekannten aus-dehnen, er wird also das Unbekannte aus dem Bekannten er-schliessen müssen. Und somit scheint wenigstens der Schluss vondem sprachlichen Ausdruck unabhängig zu sein.

Die Voraussetzungen dieses Einwandes gebe ich zu, doch ichleugne die Folgerung. Gewiss, auch der Einzelne wird sein ganzesErfahrungsmaterial nicht gleichzeitig überschauen und beherrschen,auch er wird eine zeitliche Bewegung .seines Denkens verspüren;aber dies glaube ich sicher darthun zu können, er wird diese Fort-bewegung nicht in der Form des Schlusses vollziehen, sondern inder Form der Vorstellungsabfolge.

Nehmen wir ein Beispiel. Stellen wir uns . vor, unser Einzelnergehe durch den Wald. Da sehe er einen verkohlten Baumstrunk.Nun hätte er wenige Tage vorher ein Gewitter erlebt und dabei esmit angesehen, wie ein niederzuckender Blitz einen Baum gefälltund von ihm nur einen ganz ebenso verkohlten Strunk übergelassen