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Zur Psychologie der logischen Grundthatsachen
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vergeblichen Versuchen kehrte er unverrichteter Dinge zurück undklagte: Ich weiß nicht, wie das kommt; mein Lebtag habe ichnie an ein Nilpferd gedacht, und heute: sobald ich den Stabin die Hand nehme, muss ich immerfort an ein Nilpferd denken.Ganz ebenso geht es Max Müller. Aber ebensowenig jene Geschichtebeweist, dass man beim Umrühren eines Schmelztiegels an ein Nil-pferd denken muss, ebensowenig beweist dieses Experiment, dassman bei der Vorstellung eines Hundes an das Wort »Hund«denken müsse.

Um aber zu dem positiven Nachweis fortschreiten zu könnenentnehme ich zunächst Romanes 1 ) folgende Bemerkungen: »BeimLesen eines Briefes können wir uns sofort für eine Antwort ent-scheiden, und doch müssen wir innehalten, ehe wir jene Sätzebilden können, welche als Ausdruck jener Antwort nothwendig sind.Oder wie oft fühlen wir nicht beim Schreiben eines Aufsatzes, dasseine bestimmte Wahrheit dargelegt werden muss, obwohl wir sienicht in Worte kleiden können? Beim Schachspielen müssen wir vonvielen verwickelten Beziehungen Kenntnis nehmen, möglichen sowohlals wirklichen, . . . aber indem wir dies thun, brauchen wir dochnicht einen stummen Monolog zu predigen: über alles, was wirthun könnten, und was unser Gegner thun könnte. Endlich . . . hatbei manchen Formen der Aphasie der Kranke jede Spur des Wort-gedächtnisses verloren, und dennoch sind seine geistigen Kräftefür alle praktischen Zwecke nicht wesentlich geschwächt. »Ich fügedem noch folgendes hinzu : gerade vor wenigen Minuten fand ichmein Zimmer beim Betreten desselben voll von Rauch. Ich gingsofort zum Fenster und öffnete es. Ich kann versichern, dass ichbei alledem nicht an eine einzige Silbe gedacht habe. Ferner: wennwir lange Zeit über eine Sache nachdenken, wobei unsere Gedankenin die feinsten Subtilitäten eingehen können, sei es nun ein körper-liches oder seelisches Leiden, sei es ein abgelegenes philosophischesProblem; so sind wir am Ende vollständig dazu ungeschickt, dieseSache, die wir vielleicht doch besser beherrschen, als mancherandere, Anderen mitzutheilen. »Es fehlen uns die Worte.« Wirhaben also nicht in Worten, sondern in anschaulichen Vorstellungengedacht. Überhaupt, wie viele Menschen gibt es, die es schlechtverstehen, ihre Gedanken in Worte umzusetzen? Es werden diesmeistens die phantasiereichen sein, die am meisten in anschaulichen

*) Romanes, a. a. O. pag. 82.