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Zur Psychologie der logischen Grundthatsachen
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bei Locke in dem Capitel of rcason. Da heisst es 1 ): » To infcr isnothing but by virtue of one proposition laid down as Inte, to drazvin another as trnc .« Dann analysiert er den psychologischen Vorgangund löst den Schluss: >Man shall be punished in another worldthen man can determine himself « in folgende Vorstellungsreihe auf:»Man shall be punished God the punisherjust punishmcntthe punished guilly cottld have down otherwise freedomselfdetermination.« Ebenso setzt er für den Schluss: » Animal vi-vcns homo animal Ergo homo vivens « die Vorstellungsreihe:» Hotno animal vivens. « Endlich sagt er 2 ): » As if we cottldnot reasonand have knowledge about particulars: whereas in truth, the matterrightly considcrcd, the immediate object of all our reasomng andknowledge is nothing but particulars .« Dann sagt in neuester ZeitBin et 3 ): »Jeder Schluss geht vom Einzelnen zum Einzelnen« undweiterhin 4 5 ): »Dies ist also die Function des Schlusses: er erweitertdas Gebiet unserer Empfindungsfähigkeit und erstreckt es auf alleGegenstände, die unsere Sinne nicht unmittelbar erkennen können.So ist er ein ergänzender Sinn.« Aehnlich sagt Meynert 8 ): »EinMensch ist auf eine unbekannte Insel gerathen und findet dort eineUhr. Sofort schließt er, dass die Insel . . . jedenfalls ein Mensch be-treten habe . . . (es) ist das Bild der Uhr oft mit dem des Menschenzusammen erregt worden . . . Die Reproduction der Uhr . . . hebt. . .das Bild des Menschen ins Bewusstsein. Aus einer vorhandenenWahrnehmung wird eine nicht vorhandene erschlossen. Der Gehirn-mechanismus vermag Schlussprocesse zu bilden.« Vgl. endlichauch die verwandten Ausführungen J. St. Mills im 2. Buche seinerLogik.

5. An dieser Stelle möchte ich auch die nun so oft envähnteSchlusstheorie von Binet besprechen. Dieser geht davon aus, dassauch die äußere Wahrnehmung dem Schluss in hohem Maße analogsei. So wie nämlich der Schluss von einem gegebenen Datum zueinem nicht gegebenen fortschreite, so ergänze auch die Wahrneh-mung die spärlichen Data der unmittelbaren Sinnesempfindung zueinem complicierten Ganzen. Beide seien ein »Übergang der Erkenntnisvom Bekannten zum Unbekannten auf Grund früherer Erfahrungen

Locke, a. a. O. IV, 17, 4.

-) Locke, Ibid. 8.

3 ) Binet, a. a. O. pag. 9.

4 ) Binet, a. a. O. pag. 149.

5 ) Meynert, Die Mechanik des Gehirnbaues, pag. 10.