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wird eben ein vorübergehender Zustand — mit Jerusalem zusprechen — als Kraftäußerung des Subjects aufgefasst, hier eindauernder als zum bleibenden Inhalt der Subjectsvorstellung gehörighingestellt (s. unten). Indes gelten auch diese Regeln nur annähe-rungsweise. Man sagt: die Erde dreht sich, obwohl sie das immerthut, und: meine Mutter ist krank, obwohl das nur ein vorüber-gehender Zustand ist. In anderen Sprachen fehlt die Unterscheidungfast ganz. Im Hebräischen wird z. B. jedes Intransitivum durch einadjectivisches Particip ausgedrückt, und da es dort keine Copulagiebt, so heißt es statt: der Engel kommt vom Himmel herab: derEngel [ist] herabkommend vom Himmel. Auf Seite des Sprechersgeht hier die Zerlegung in der Weise vor sich, dass erst derGegenstand appercipiert und benannt, dann die ungewöhnlicheEigenschaft hinzugefügt wird.
Ad 2. Beispiele der Coordination sind: hinterm Brunnen stehteine Linde; Hinz begegnete dem Kunz; ich ersteige den Berg; derSoldat knebelte den Gefangenen.
Hier kann man verschiedene Unterarten unterscheiden, die all-mählich in einander übergehen. Wenn ich sage: Peter stand rechtsvon Paul, so bleiben die beiden alten Vorstellungen Peter und Paulselbst unmodificiert, sie werden nur in einer bestimmten Weise neuzusammengesetzt (reine Coordination). Wenn es heißt, Peter begegnetedem Paul, so ist bereits mit jeder der beiden Vorstellungen eineModification vorgenommen worden. Peter geht und Paul geht,und erst diese beiden modificierten Vorstellungen rverden in einerbestimmten Weise zusammengesetzt. Endlich in dem Satze: Peterrang mit Paul, sind nicht nur beide Vorstellungen in hohem Grademodificiert, sondern auch mit Beziehung aufeinander modi-ficiert. Und nur ein Specialfall dieser Classe ist meines Erachtensder Fall des transitiven Verbums mit Object: Peter erschlug denPaul. Auch hier sehen wir die beiden Vorstellungen wesentlich modi-ficiert — Peter dreinschlagend, Paul zurücktaumelnd — und zwarin Bezug aufeinander. Das Specifische ist nur das, dass die beidenModificationen nicht unabhängig von einander stattfinden, wie etwadie beiderseitige Kraftanstrengung beim Ringen, sondern dass dieeine der anderen correlat ist: es besteht zwischen ihnen dasVerhältnis von Ursache und Wirkung. Diese locale Naturder »transitiven Relation« — bei der gewissermaßen auf dem-selben Bilde links die Ursache und rechts die Wirkung zu sehenist — tritt deutlich hervor in der Art, wüe die einzelnen Sprachen