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Aussage vereinigen, drücken wir eben das Gesehene aus. . . .Die Voraussetzung des Urtheils ist also eine Analyse; das Urtheilselbst vollzieht die Synthese der verschiedenen Elemente.« Endlichnoch'): »Wer etwa in einer Beschreibung mein Urtheil (Die Roseist gelb) hört, vollzieht eine Synthesis, indem er zu dem Bild, dasihm das Wort Rose erweckt, die besondere Bestimmtheit der Farbehinzufügt. Ich aber . . . habe meine Subjectsvorstellung analysiert.« 2 )
Wundt aber ist es, dessen Auffassung sich mit der unserigenauf den ersten Blick am engsten zu berühren scheint. Und dochist dies nur ein Schein. Denn 1. vernachlässigt er die Trennungvon Sprecher und Hörer und scheint anzunehmen, dass auch derEinzelne infolge der Enge seines Bewusstseins das Bedürfnis habenmüsste, die einzelnen Theile seiner Gesammtvorstellung nach ein-ander »in den Blickpunkt seines Bewusstseins« treten zu lassen, umsie so »successive zu appercipieren«, und 2. gleitet ihm die an-schauliche Trennung einer Gesammtvorstellung unmerklich hinüberin die Scheidung ihrer begrifflichen Elemente. Ich lasse deshalbzunächst einige Stellen aus dem ersten Band seiner Logik ohneCommentar folgen. Er sagt 3 ): Des Bewusstseins »Horizont ist schondeshalb ein enger, weil es diese einfachen Vorstellungen immernach einander sich vergegenwärtigen muss, um sie zu Totalitätenzusammenzufügen«. Ferner 4 ): »Homo und Fero sind beides Wort-einheiten. . . . Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass beidem Begriffe nur eine einzige herrschende Vorstellung sich aus.sondert, während . . . (beim Urtheil) zwei herrschende Vorstellungenerforderlich sind. . . . Wie sich in meinem Bewusstsein ein Bild desMenschen gebildet hat, so die Vorstellung einer von ihmselbst getragenen Last. . . . Treffend bezeichnet das deutscheWort Urtheilen den . . . Vorgang. Es handelt sich hier wirklichum ein ursprüngliches Theilen der Vorstellungen. . . . Immer werdeninnerhalb . . . (der Gesammtvorstellung) zwei Vorstellungen unter-schieden, die durch die Gesammtvorstellung, von der sie sich abheben,
. . . in Beziehung gesetzt sind (?).« Weiter 1 ): »In unserem Denkengibt es daher vor allem zwei Momente, wo wir einen zusammen-gesetzten Gedanken ganz überblicken. Der Moment vor und der
') Sigwart, a. a. O. pag. 138.
2 ) Vgl. Sweet, Logic and grammar, pag. 489 ff. bei Romanes, pag. 31(5.
3 ) Wundt, Logik, pag. 33.
4 ) Wundt, Logik, pag. 50.
ä ) Wundt, Logik, pag. 52.