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griffscorrelate bilden, die leicht dazu verführen könnten, das Denkenals ein Denken in allgemeinen Vorstellungen anzusehen, wie aberdas wesentliche Element dieses Denkens eben doch die Einzelvor-stellungen in beiden Mitunterrednern sind. Nun kommt aber zweifellosbald eine Epoche, wo das abstracte Denken nicht nur im dialogischenVerkehr, sondern auch im Hirn des Einzelnen vor sich zu gehenbeginnt. Ich rede hier nicht von jenem anschaulichen Denken in con-creten Einzelvorstellungen, das gewiss auf der frühesten Stufe mög-lich ist, sondern von dem Denken in Begriffen. Dass es ein solchesDenken gibt, wird nicht zu bestreiten sein. Welcher Art aber istes? Ein Denken in Einzelvorstellungen soll und kann es nach derDefinition nicht sein. Ein Denken in anschaulichen Begriffscorrelatenkann es ebensowenig sein, da solche nur im Anschlüsse an dasWort auftreten. Es bleibt also nur anzunehmen, dass es sich um einDenken in Worten, in »allgemeinen Namen« handelt. So ist es auchvon den Nominalisten stets gelehrt worden. Aber ehe ich auf diesesGebiet eingehe, muss ich vorweg bemerken, dass ich zwar das Vor-kommen eines solchen Denkens in allgemeinen Namen zugebe, dessenBedeutung jedoch wesentlich niedriger veranschlage, als das sonstzu geschehen pflegt. Hierüber soll der 5. Abschnitt eingehend han-deln. In Hinblick auf diese künftige Erörterung will ich hier lediglichdie psychologische Fundirung eines solchen Denkens geben, dasz. B. J. St. Mill für des alleinige hält, wenn er sagt 1 ): »Wir denkenin allgemeinen Namen, nicht in Begriffen.«
Das Wesen der Sache legt Berkeley 2 3 ) dar: »Anda litile atten-tion will discover, that it is not necessary (even in our strictest rea-sonings), significant names shoidd, everytime they are nsed, excitein the understanding the ideas, they are made to stand for: in rea-ding and discoursing names being, for the most part, used as lettersin algebra, in which, though a partiadar qtiantity be marked by euchletter, yet to proceed right it is not requisite, that in every Step eachlettcr suggest to our thoughts that particular quantity it was ap-pointed to stand for.« Hieraus geht aber deutlich hervor, wie unvoll-ständig jene nominalistischen Definitionen sind, wie z. B. Taineeine gibt 8 ), wenn er sagt: »Diese Worte. . . haben eine doppelteEigenschaft, in uns die Bilder von Individuen einer bestimmten Classeund nur dieser Classe wachzurufen, und anderseits die Eigenschaft,
*) John St. Mill, a. a. O. pag. 389.
2 ) Berkeley, a. a. O. s. XIX in fin.
3 ) Taine, a. a. O. I, 35, II, 244.