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Zur Psychologie der logischen Grundthatsachen
Entstehung
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des Wortes veranlasst. Diese kann wiederum von doppelter Artsein: eine Wahrnehmung oder ein Erinnerungsbild. Im letzterenFalle liegt die Sache ganz klar. Die betreffende Einzel Vorstellungist bereits mit dem Worte associiert. Ihr Auftreten ruft daher das.Aussprechen des Wortes in einfacher Weise hervor. Etwas compli-cierter ist der Fall der äußeren Wahrnehmung. Denn wenn ichein mir unbekanntes Pferd sehe, so könnte jemand fragen, wiesodiese ins Bewusstsein neu eintretende Vorstellung mit dem Worte»Pferd« in associative Verbindung trete? Wir haben keine Ver-anlassung, auf diesen Vorgang hier ausführlich einzugehen. (DasGenauere siehe im 4. Abschnitte.) Es genüge deshalb zu sagen,dass, was hier vor sich geht, mit Binet zu sprechen, eine » Operationa trois termes « ist, die man nicht ganz exact, aber für unsereZwecke genügend also schematisieren kann: das neue Pferderinnert durch irgend eine Ähnlichkeit an ein altes Pferd, unddieses durch Berührung an das Wort »Pferd«. Insoweit also be-steht ein genauer Parallelismus. Eine bestimmte Einzelvorstellungveranlasst den Sprecher, ein allgemeines Wort auszusprechen, unddieses erweckt im Hörer eine freilich verschiedene bestimmteEinzel Vorstellung.

Nun findet aber daneben noch ein zweites statt: wenn ich einWort ausspreche, so finden in mir gleichzeitig folgende psychischeProcesse statt: 1. die Vorstellung, die das Aussprechen veranlaßte,besteht, wenn auch verblassend, fort; 2. an sie knüpfen sich meistensirgendwelche Gefühle; 3. ich habe die Innervationsempfindung, diedem Aussprechen des Wortes entspricht; 4. ich höre den lautlichenKlang des betreffenden Wortes; 5. möglicherweise können auchdie Schriftzeichen, die dem Worte entsprechen, vor mir auftauchen.Von diesen 5 Elementen sind die letzten 3 immer constant undfür ein bestimmtes Wort dieselben.

Aber auch die Vorstellungsreste weisen gewisse constanteBestandtheile auf: es sind eben jene gemeinsamen Merkmale, diebewirken, dass die einzelne Vorstellung unter dem allgemeinenWorte begriffen wird. Nicht als ob diese gemeinsamen Merkmalefür sich vorgestellt werden könnten. Schon Locke sagt bekannt-lich 1 ) . . . » does it not require some pains and skill(I) to form thegeneral idea of a triangle . . . for it must be ncither eqiiilateral, equi-cruralj nor scalenon, but all and none of these at once. In fact, it is

>) I.ocke, a. a. O. XI, 7, 9.