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Zur Psychologie der logischen Grundthatsachen
Entstehung
Seite
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Ich möchte glauben, dass diese Verbindung in folgenderWeise hergestellt werden könnte. Jeder Eindruck hat die Tendenz,in uns eine Reaction, d. h. eine Action hervorzurufen, und zwarursprünglich eine reflectorische, also eine zweckdienliche Handlung.Allein die Zahl der möglichen Handlungen, Reactionen ist auf jederStufe der Organisation nothwendig eine beschränkte, weil eine durchdie specifische Eignung des motorischen Systems bedingte. DieEindrücke haben aber nach dem Schopenhauerschen Satzevon dem Primate des Willens, der sich wenigstens in entwickelungs-geschichtlicher Hinsicht als ein heuristisches Princip ersten Rangesbewährt, zunächst nur insofern ein Interesse für uns, als sie unsereHandlungen beeinflussen können. Wir haben deshalb ursprünglichkeine Veranlassung, solche Eindrücke zu unterscheiden, auf welchewar in gleicher Weise reagieren müssten; und alle Veranlassung,solche Eindrücke zu unterscheiden, auf die wir verschieden reagierenkönnen. Man kann das auch so ausdrücken, dass diese letzterenUnterscheidungen uns im Kampfe ums Dasein fördern können, wasnicht ausschließt, dass auch eine größere Differenzierung unsererReactions- und also mittelbar auch unserer Unterscheidungsfähigkeituns in diesem Kampfe von Nutzen ist. Da sich aber nach dem-selben Principe unsere Gefühle nach der von ihnen auszulösendenInnervation richten werden, so kann man, glaube ich, definieren:Unterschieden wird auf jeder Stufe der Organisationdas, was in uns verschiedene Gefühle erregt und ver-schiedene Reactionen auslöst. Dass der Begriff der Ähnlich-keit sich in dieser Weise erklären lässt, gedenke ich im V. Ab-schnitte auszuführen. Auf die Sprache angewendet, ergibt diesesPrincip: Unter einem Worte wurden alle jene Einzelvor-stellungen zusammengefasst, welche zur Zeit der Sprach-en tstehung gleiche Reactionen he rvorzu rufen geeignetwaren. Dieser Grundsatz scheint mir die nothwendige Ergänzungzu dem Lockeschen Princip der Einfachheit: dieses macht begreif-lich, dass e'.n Wort viele Vorstellungen unter sich begreift, jeneraber erklärt, welche Vorstellungen dies waren. Und sobald sichzwischen diesen vielen Einzelvorstellungen und je einem Worte einefeste Association gebildet hat, können wir die Sprache als ent-standen betrachten.

5. Ich habe eben bemerkt, dass zwischen den Vorgängen imSprecher und denen im Hörer scharf unterschieden werden müsse.Diese Aufstellung bedarf keiner Rechtfertigung, denn sollten beiderlei