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Zur Psychologie der logischen Grundthatsachen
Entstehung
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Hobbes klar begriffen.« Die »transparente Absurdität« dieser Be-hauptung 1 ) ist in die Augen springend und auch von dem verdienst-vollen Darsteller der Hobbesschen Philosophie, Robertson 2 ),klar erkannt worden. Trotzdem ist es nicht ganz leicht, diese, wiealle ganz großen Absurditäten, mit Gründen zu widerlegen. Ichmöchte mich hier nur auf die Bemerkung beschränken, dass dochals notae im Sinne von Hobbes Geberden ungleich dienlicherwären als Laute, da sie offenbar einem näherliegenden Reflex ent-springen, und auch der Zusammenhang zwischen einer Thätigkeitund einer sie nachahmenden Geste viel leichter zu verstehen undzu behalten ist. Und in der That finden wir, dass jene eineZeichengebung, die für den Sprechenden selbst erfolgt, das Zählennämlich, durch Geberden mit den Fingern zu geschehen pflegt.Schon aus der Thatsache also, dass wir nicht eine Geberden-,sondern eine Lautsprache als fast ausschließliches Umgangs- undVerkehrsmittel aller Völker finden, dürfen wir folgern, dass dieSprache in erster Linie dem Zwecke der Verständigung und erstin zweiter Linie dem begrifflichen Denken dient, weshalb wir dieDefinition mit Locke 3 ) also geben können: * Words stand as

marks for the zdeas within mans own mind, whcreby they mightbc madc knozvn to othcrs, and the thoughts of mens minds be con-veyed from one to amt her .«

4. Nachdem aber dieses letztere festgestellt ist, dürfen wirnicht mehr von einem einzelnen reden, sondern wir müssen zweisolcher Wesen nebeneinander denken, von denen der eine denanderen durch Worte über seine psychischen Vorgänge unterrichtet,und wir müssen, worauf ich großes Gewicht lege, die Vorgängeim Sprechenden von denen im Hörenden scharf unterscheiden. Aberehe wir auf diese psychischen Vorgänge des Sprechens und Ver-stehens eingehen, müssen wir noch das Verhältnis der Worte zuden Objecten kurz ins Auge fassen.

Die Entstehung der Sprache, d. h. die Bildung fester Asso-ciationen von Worten und Vorstellungen, worunter ich wiederWahrnehmungen und Erinnerungsbilder zusammenfasse. Diesegeschieht aber nicht so, dass jede Vorstellung mit einem eigenenNamen, einem Eigennamen, verbunden würde; und auch nicht so,dass die gemeinsamen Theile ähnlicher Vorstellungen, die gemein-

*) Romanes, a. a. O. pag. 274.

2 ) Robertson, Hobbes, pag. 83.

y ) Locke, III, 1, 2.