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und mich auf die Data der Psychologie, d. h. auf die sogenanntenallgemeinen Vorstellungen zu beschränken. Deren Entstehung unterdem Einflüsse der Sprache wollen wir uns jetzt zuwenden, und zudiesem Behufe zu dem fingierten »einzelnen erkennenden Wesen«,dessen Psychologie wir im I. Abschnitte behandelt haben, zurück-kehren.
3. Wir sahen, dass ein solcher Einzelner seinen gesammtenWahrnehmungsinhalt in den Formen der Anschauung und Erinne-rung, also der Vorstellung, beherrschen würde. Wir wollen nun Zu-sehen , wie sich sein Geistesleben mit dem Auftreten der Spracheverändern muss. Da ist es zunächst unerlässlich, auch das Problemvom Ursprung der Sprache zu berühren. Allein es soll dies nichtim einzelnen, sondern nur unter zwei allgemeinen Gesichtspunktengeschehen. Erstlich wird heute wohl fast allgemein zugegeben, dassdie Sprache ursprünglich eine spontane Reaction sei, und seitdemwir nicht an den »Namengeber« des Alterthums glauben, bleibtuns auch kaum eine andere Wahl. Und so sind denn auch hierüberfast alle Sprachforscher einig: ob sie die Sprache in unmerklichemWachsthum aus thierischen Lauten hervorgehen lassen, oder mitder Mehrzahl die Onomatopoie herbeiziehen, oder die Laute desAffectes zum Ausgangspunkte nehmen, oder Urvvorte annehmen,die bei gemeinsamen Thätigkeiten reflexartig hervorgestoßen wurden,oder endlich die betreffenden Bewegungen der Sprachorgane ein-fach als Begleiterscheinungen körperlicher Thätigkeiten ansehen, —immer bleibt die Sprache eine ursprünglich spontane, reflexartigeThätigkeit. Von diesem Principe wird sich uns alsbald eine wichtigeAnwendung ergeben.
Zweitens aber darf man behaupten, dass die Sprache alssolche in erster Linie eine Zeichengebung, also ein Verständigungs-mittel ist. Dieser fast selbstverständlichen Ansicht gegenüber stehendie Behauptungen von Hobbes und Max Müller. Jener sagt 1 ):»Nomen est vox humana, arbitratu hominis adhibita, ut sit nota,qua cogitationi praeteritae cogitatio similis in animo excitari possit,quaeque in oratione disposita et ad alios prolata signum iis sit,qualis cogitatio in ipso proferente praecessit vel non praecessit .«Und zu dieser Stelle bemerkt Müller 2 ): »Dass Sprache zuerst füruns selbst und dann erst für Andere bedeutungsvoll ist, hatte . . .
‘) Hobbes, Werke, II, 4.
2 ) Max Müller, a. a. O. pag. 36.
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