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Y. Eine Jugendstatue des Grossen Kurfürsten.
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bot damals nach dem Garten zu eine sehr wenig ansehnlicheSchauseite.
Nun galt es, den neuen Berliner Lustgarten, von dessenAnlage uns ein von Memhard 1650 geschaffener Plan ein voll-ständiges, getreues Bild gewährt, mit Statuen, Büsten, Grottenund Fontainen zu schmücken. Und daher wurden Verbindungenmit mehreren Bildhauern und Kunstgiessern geschlossen. Dieerste derartige Persönlichkeit, die wir kennen lernen, war derBelgier Jacques Woulleaume, der sich im Jahre 1649 in einemfranzösisch verfassten Gesuch als Kunstgiesser empfahl „. . . enqualite de fondeur en des figures, pour foire des statues, de grottes,et de fontaines, en tout ce qui viendra, pour le contentement deSon Alt. Elect . . und der daraufhin mit 480 Thlr. etc. An-stellung erhielt. Von ihm sollen die im Lustgarten früher vor-handenen Bleistatuen gegossen worden sein. Fast gleichzeitig(1650) wurde der alte Wachsbossirer David Psolimar, derschon Georg Wilhelm gedient, von neuem, zugleich als Grotten-meister, mit 300 Thlr. etc. angenommen. Andere Bildhauer, diefür die Ausschmückung des Lustgartens thätig waren, ohne imfesten Dienstverhältniss zum Kurfürsten zu stehen*), hiessenOtto Mangiot, der nach Nicolai aus Brabant stammte,G. Larson und Pieter Streng aus Botterdam.
Auch Dusard gehörte, als namhaftester, in den Kreis dieserDekorateure des Berliner Schlossparkes, der mit seinen Laub-gängen und architectonisch gemusterten Beeten, mit seiner imsog. Memhardschen Hintergarten gepflanzten Linden-Allee ganzden Charakter einer vornehmen holländischen Gartenanlage jenerZeit besass.
Memhards anschaulicher Plan**) und Elsholtz umfassende Be-schreibung des vormaligen Lustgartens, der bekanntlich durch denSoldatenkönig Friedrich Wilhelm I. in einen Exerzierplatz verwan-delt wurde, überheben uns der Aufgabe, die Lieblingsschöpfung desGrossen Kurfürsten zu reconstruiren. Jener Autor hat sich auchdadurch ein Verdienst erworben, dass er sein Manuscript mitfreilich recht unbeholfen ausgeführten, schwarz getuschten Hand-zeichnungen schmückte, in denen wir die b emerkens werthesten Kunst-
*) Vergl. den Hofstaat des Kurfürsten von 1652 in Königs Historischer Schilderung vonBerlin Bd. II. Siehe auch Anhang.
**) Siehe M. Merian, Topographia Electoral. Brandenburgici etc. 1652.