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Anhang.
Bildhauer, Baumeister, Ingenieure etc.
123. Artus (Juellinus, ein berühmter Bildhauer, in der Hälftedes vorigen Jahrhunderts geboren. Das vortreffliche Sparrisehe Grabmalvon weissein Marmor in der Marienkirche soll von ihm sein. Auch stehnvier gute marmorne Statuen, Prinzen aus dem Hause <Ironien vorstehend,im Lustgarten zu Potsdam, welche man für seine Arbeit hält; beidesaber ist ungewiss.
124. Lukas Tabert, ein Stempelschneider von Stettin, schnittDenkmünzen für den Kurfürsten.
125. Johann Gent, war 1688 Miinzeisenschneider, er lebtenoch 1603.
126. Christoph Bausch, Baumeister in der Neustadt Branden-burg, bauete 1669 bis 1672 den Thurm der Domkirche daselbst.*)
127. Johann Georg von Ribbcck. Kurf. Oberster, ward 1661Kommandant zu Spandau. Er dirigirte den Bau der Festungswerke vonSpandau von 1645 bis über 1670. Er dirigirte auch den Bau des Zeug-hauses daselbst und anderer Gebäude.
128. Melchior Friedrich Winter, Bau- und Mühlenmeister zuRuppin, war im Wasserbau sehr erfahren. Er hat Antheil am Bau derSchleusen zum Neuen Graben unter M. M. Smids gehabt, auch soll er dieSchleusen am alten Packhofe zu Berlin haben bauen helfen.
129. Daniel Naumann. Rathszimmermann um 1664.
130. Kuene Resen, Zimmermeister zu Brandenburg, aus demDorfe Wust gebürtig, bauete 1672 den obern hölzernen Theil des Thurmesder Domkirchc zu Brandenburg**).
131. Theodor Mehatt, Goldarbeiter von Augsburg, verkaufte1681 dem Kurf, verschiedene Kleinodien, besonders einen Schrank mitSchildkröte überzogen, auch viele schöne vergoldete Bilder mit schönenFrüchten daran, darin ein selbst spielendes Instrumeut, und an 40 Laden,in deren einem ein Florentiner Stein mit Bäumlein war. Es war von einemberühmten Italiener gemacht, der den Kurf. Bayerischen Palast ausgezierthatte, und war dem Kardinal von Salzburg verehrt, worden. Der Kurfürstgab 5000 Rthl. dafür.
Anmerkungen.
Was Kurfürst Friedrich Wilhelm für die bildende Kunst that,haben wir an verschiedenen Stellen des Buches geschildert. Knapp undtreffend charakterisirt unser Autor in der Einleitung die künstlerischeVorliebe des Kurfürsten, dessen schöngeistige Bestrebungen in Band Ider Collcctaneen Königs und in Band TI der Historichen Schilderung vonBerlin ausführliche]- gewürdigt werden. Auch J. Friedländers Festschrift„Zur Geschichte der Kgl. Museen in Berlin, Berlin 1880“ verdient Be-achtung. König legt die Gründung einer Bildersammlung im BerlinerSchlosse in das Jahr 1663. Von kurfürstlichen Stipendiaten seien alsKunstbeflissene, ausser Wolfgrübel und J. E. Biesendorf, hier noch derMohr Friedrich de Coussy, ferner Sam. Th. Guericke, Christian Elster undFrd. Christ, Nuglisch erwähnt. Interessant für uns war, aus einem kur-
*) S. Gerkens Stiftliist. von Brandenburg. S. 299 und 719.
**) Ebendaselbst S. 717.