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Ans einer vergessenen Residenz des Grossen
Kurfürsten.
janz im Nord westen unseres Vaterlandes liegt unweit derholländischen Grenze und des Niederrheins — Cleve. VorZeiten soll ein Arm des grossen Stromes seinen Wegdurch das Flussbett des jetzt so winzigen Kermesdaals, der die Drei-hügelstadt berührt, genommen haben. Doch nicht dies allein gehörtder Vergangenheit an, auch die politische Rolle, die Cleve einst alsMittelpunkt eines berühmten Erbfolgestreites und darauf alsResidenz Friedrich Wilhelms des Grossen gespielt hat, ist längstder allgemeinen Kenntniss entschwunden. Und darum verlohntes sich, mit einigen historischen Erinnerungen an jene Zeit des17. Jahrhunderts anzuknüpfen und unsere Leser für die wenigbeachtete Stätte zu interessiren, in deren Umgebung der Rhein,bevor er sich durch die eintönigen Wiesenbezirke Hollands er-giesst, noch einmal seine schönsten landschaftlichen Uferreize indem anmuthigen Wechsel von Berg, Thal und Wäldern ent-falten lässt — für eine Stätte, die ausserdem durch die Sagevom Schwanenritter Helias Gral im lichten Gewände deutscherPoesie glänzt. Nicht bloss das im Jahre 1882 enthüllte, leiderrecht unbedeutende Lohengrindenkmal erinnert an den mythen-haften ersten Grafen von Cleve, auch das städtische Wahr-