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Der Grosse Kurfürst und Moritz von Nassau, der Brasilianer : Studien zur brandenburgischen und holländischen Kunstgeschichte
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IV.

Sonnenbnrg.

Das Ordensschloss und sein Bauherr.

eit, weitab von dem Schauplatz, auf dem die wichtigenDinge dieser Welt geschehen, liegt das neumärkische“ Städtchen Sonnenburg, angeblich benannt nach einerBurg, die vor Zeiten, als hier die Wenden unterworfen wurden,unweit des Ausflusses der kleinen Lenze in die Warthe gegründetworden sein soll. So meldet nemlich die Legende.

Der Ort, ein ehemals kümmerliches Fischerdorf, und dieBurg, durch genanntes Flüsschen von einander getrennt, fielensamt der Umgebung noch im ersten Viertel des lö. Jahr-hunderts dem hohenzollernschen Markgrafen von Brandenburg alsLehn zu, der diesen seinen Besitz im Jahre 1426 dem Herren-meister des Johanniterordens Balthazar von Schlieben übertrug„umb Newnhundert schock guter behmischer Groschen“*). Da-mit beginnt die Geschichte des Johanniterordens in der MarkBrandenburg sich um das Städtchen Sonnenburg und sein altesSchloss zu konzentriren.

Das Meisterthum, welches die Mark, Sachsen, Pommern

*) Zu dem „Amt Sonnenburg“ gehörten, nach einer Urkunde des 17. Jahrhunderts,ausser dem Ort mit dem Kietze, noch 10 benachbarte Dörfer. — Literatur: Wohlbrück,Gesch. des ehemal. Bisthums Lebus etc. II. Berlin 1829; Ed. L. Wedekind, Gesell, des Ritt.Johanniter-Ordens, Berlin 1858; A. v. Winterfeld, Gesch. des Job. Sx>itals, Berlin 1859;C. Herrlich, d. Balley Brandenbg. des Joli. Ordens. Berlin 1886.