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A n h a n g.
Friedrich Nicolai’s Nachricht
von den
Baumeistern, Bildhauern, Kupferstechern, Malern, Stukkaturcrnund andern Künstlern,
welche vom 18. Jahrhundert bis jetzt in und um Berlin sich aufgehaltenhaben und deren Kunstwerke zum Theil daselbst noch vorhanden sind.
Berlin und Stettin 1786.
Theil II (1640 — 1688).
Verzeichnis« der Künstler unter dem Kurf. Friedrich Wilhelm dem Grossen(chronologisch geordnet).
Kurfürst Friedrich Wilhelm der Grosse hat sehr viel zum Fort-gang!.* der schönen Künste in seinen Landen, besonders in Berlin gethan.Er berief, bald nach Antritt seiner Regierung, verschiedene auswärtigeBaumeister nach Berlin, und veranlasste dadurch den guten Geschmack,den man an den meisten Häusern wahrnimmt, die seit seiner Zeit gebauetworden. Mitten unter den schwersten Staatsgeschäften und Kriegen, hatteer Zeichner, Bildhauer, Kupferstecher in seinem Dienst, und bezahlte sie,wie man unten sehen wird, zum Theil ansehnlich.*) Am meisten aberkonnte dieser grosse Fürst sich seiner Lieblingsneigung, seit dem glück-lichen Frieden zu St. Germain 1679, überlassen. Er beschäftigte alsdannmehrere Maler, und gab ihnen ansehnliche Gehalte; er vermehrte die schonvor 1665 angelegte. Gallerie von Gemälden gar sehr,**) er liess nicht Wenigjunge Leute auf seine Kosten die Kunst lernen. Er bauete das Schlossin Berlin und andere Lustschlösser, und beschützte alle schönen Künste sowie alle nützlichen.
*) Ich habe, wie man sehen wird, eine sehr grosse Anzahl noch nicht bekannter Ber-linscher und Märkischer Künstler, vornemlich durch den mir gnädigst erlaubten Gebrauchdes Königlichen Archivs entdeckt. Ich will also hier ein- für allemal erinnern, dass, wenn ichvom Jahrel670 an, unbekannte Künstler nenne, oder von bekannten bisher unbekannteNachrichten gebe, ohne die Quellen anzuzeigen, es allemal aus Archivnachrichten ge-schehen sei.
**) Ri. Oelrichs Nachricht von G. K. Gahrliep v. d. Mühlen 1769. S. 10.