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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
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12. Kapitel.

38 Familien. Den Winter über sollen sie sich in einer kleinenBucht östlich von der Insel Kajak (nicht Kadjack, wie Wrangellschreibt) aufhalten, im Sommer aber sich zum Fischfang nach deröstlichen Mündung des Kupfer-Flusses begeben. Sie werden alsein friedliebendes und unterwürfiges Volk beschrieben, das ganznach Weise der Koloschen, namentlich der Jakutats, lebt, mitwelchen sie anch verschwägert seien. Ihre Sprache soll zwarvon derjenigen der Koloschen verschieden sein, aber doch von der-selben Wurzel abstammen, sodaß beide Völker nur als zwei ver-schiedene Geschlechter eines und desselben Stammes anzusehenwären. Sowohl bei den Jakutats wie bei den Atnaern, denAnwohnern des Kupfer-Flusses, führten sie den Namen Ugalenzen').

Nach Wcniaminow ist die Sprache der Ugalenzen nur einDialekt des Jakntatischen. Holmberg gicbt auf der seinerKarte beigegebcnen Beschreibung den Ort Alaghänik, an einer Buchtim Nordosten von der Mündung des Kupfer-Flusses, als Hanpt-ort der Ugalenzen an. Es ist dies der ans der neuesten amerika-nischen Karte als Alaganik aufgcführte Ort.

Von den zum Eskimostamme gehörigen Nachbarvölkern werdendie UgalenzenUgalachmutcn" genannt, unter welchem Namensie bereits von Schelichow aufgeführt werden. Beide Namen,Ugalenzen und Ugalachmuten, geben uns nicht die eigene Be-nennung dieses Völkchens, da der erstere mit der russischen, derandere mit der eskimoischen Endung für Völkernamcn behaftetist, beide führen aber auf den StammUgalach" zurück.

Die von Dall ausgesprochene Ansicht, daß die Ugalenzenzu den Jnnuits gehören^), steht nicht nur mit den erwähntenAngaben von Wrangell und Weniaminow in Widerspruch, sondernauch mit den sprachlichen Untersuchungen Nadloffs, deren Er-gebnisse darüber kaum einen Zweifel lassen, daß die Ugalenzenin der That ein selbständiges, aber den Tlinkit verwandtes Völk-chen darstcllen.Obgleich die Ugalachmut", sagt Radloff,durchihre geographische Lage und die von Wrangell geschilderte Lebens-

*) Wrangell in Baer und Hclmerscn, Beiträge I, 9697.

") II. 8. donst nnct Osoctstio 8r>rvs^. ^.ürska, null netjoinin^ll'srritor^ 1884.

Inctinn llriösZ x. 21.