5. Kapitel.
Häusliches Leben
Hocken mn Herdfeuer; Beschaffenheit und Zubereitung der Nahrung. GeistigeGetränke; Tabakrauchen.
Beschäftigung der Männer und Frauen; Arbeitsteilung. — Benehmen derHausgenossen gegen einander; Behandlung der Kinder. — Das Los der Sklaven. —Verkehr mit den Landsleuten und den Fremden.
Zerstreuungen der Tlinkit: Das Stäbchenspiel; Beschäftigung der Kinder. — DasSitzen ans der Klippe.
Geringes Reinlichkeitsbedürfnis; Dampfbäder. — See- und Flußbäder. —
Nachtruhe.
Ausgebildeter Eigentnmsbegriff. — Eigennützige Gesinnung. — Schenkungen. —Arbeitsleistungen in Erwartung künftiger Entschädigung. — Eitelkeit. — Em-pfehlungsbriefe.
Treten wir durch die enge Thüröffnung in das Haus einesTlinkit, so erblicken wir in dem Wohnranm die Hausinsassen nurdas Feuer herum hockend, mit verschiedenen Arbeiten beschäftigt,oder auch sich einem beschaulichen Nichtsthun hingebend. Stühleoder Schemel sind nirgends vorhanden; nur Matten liegen bis-weilen ans dem Fußboden, auf welchen der Tlinkit hockt, oder,den Kopf ans einen Arm gestützt, lang ausgestreckt ruht. —Stundenlang kann er in diesen, uns unbequemen Stellungen ver-harren. - So verschmäht er auch bei der Rast im Freien einensich als Ruhesitz darbietenden Stein oder Baumstumpf, und wenner einen Weißen besucht, bedient er sich des dargebotenen Stuhlesnur mit dem Gefühle der Unbehaglichkeit. Für seine weißenGäste aber wird schnell ein Sitz hergestellt. Der Thür gegen-